Alle Jahre wieder: “Wer ist der größte Kroate, wer ist der größte Serbe“

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In der kommenden Woche wird die Region sich wieder der Vergangenheit zuwenden. Wie jedes Jahr, ist auch vor dem 21. Jahrestag der kroatischen Aktion „Sturm“ die Spannung bis zum Platzen aufgeblasen.
Während der technische Minister Vulin behauptet, dass Kroatien in totalen Irrsin gerutscht ist, erklärt der abgehende kroatische Außenminister Miro Kovac, dass Serbien eine Propaganda wie in den Neunzigern führt.
Die „Sturm“-Woche in Kroatien begann gestern Abend, mit der Enthüllung eines Denkmals. Miro Baresic, Attentator des Botschafters Jugoslawiens in Schweden Vladimir Rolovic, der später als kroatischer Soldat im Krieg ums Leben gekommen ist, bekommt vor seinem Geburtshaus ein Denkmal. Alles mit einem Auftritt des Ustascha-verherrlichenden Sängers Marko Perkovic Thompson.
„Ein Denkmal für Baresic zu errichten, einen mutmaßlichen, verurteilten Terroristen, einen Mörder, zeigt nur in was für einen Wahnsinn Kroatien gesunken ist, und es hat keine Kraft, sich davon los zu schütteln“, sagte Vulin.
Der kroatische Außenminister sagte, man werde Serbien nicht erlauben, die Verhandlungskapitel mit der EU, Nummer 23 und 24 zu schließen. „Wir haben den Offiziellen in Belgrad klar gesagt, sie sollen die Propaganda der Neunziger, die sie von Milosevic geerbt haben, aufgeben. Hört auf damit! Wir werden niemandem, vor allem nicht Nachfolgern von Aggressoren genehmigen, uns solche Botschaften zu schicken. Fangt mit der Europäisierung eurer Gesellschaft an“, sagte er.
Diese Atmosphäre wird aber von Experten als typisch für diese Zeit im Jahr bezeichnet. „Ich verstehe nur nicht, wieso die Völker die Nase noch nicht voll davon haben“, sagte der Journalist des Magazins Vreme Dejan Anastasijevic.
Quelle: B92

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