Beziehungen zwischen Belgrad und Havana in der Zeit von Castro

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Photo: Flickr

Von reserveloser Unterstützung und enger Zusammenarbeit bis zu heftigen internationalen Kritiken, die Beziehungen des Kuba von Fidel Castro mit unserem Land änderten sich durch die Jahrzehnte – blieben aber immer freundlich. Nur ein Jahr nach seiner Revolution, hörte Fidel in den Vereinten Nationen die Kritik Titos gegen Großmächte, welche kleine Länder gefährden, worunter auch Kuba war. Danach reichten sie einander die Hand, und ein Jahr später waren sie verbündete in der Blockfreien Bewegung. Verschiedene Standpunkte trieben sie aber bald auseinander, was beim Gipfel in Havana 1979 kulminierte. Kuba war der Ansicht, dass die Sowjetunion ein natürlicher Verbündeter der Blockfreien ist, während Jugoslawien sich für eine gleiche Distanz zu beiden Weltblöcken einsetzte. Mit dem Zerfall Jugoslawiens und dem Ende des Kalten Kriegs schwächte auch die Zusammenarbeit Serbiens und Kubas. Neue reservelose Unterstützung bekam Serbien 1999, teils wegen der alten Freundschaft, teils wegen der Feindschaft Castros gegenüber den USA. Vor Kurzem ereignete sich das erste Treffen eines serbischen Offiziellen mit Fidel, und war gleichzeitig das letzte: Präsident Nikolic besuchte das Haus von El Comandante. Auch nach seinem Abgang blieb Castro den Ideen der Revolution treu und mochte die Reformen und das Auftauen der Beziehungen mit den USA nicht. Historiker Predrag Markovic meint, Fidel Castro sei der letzte große Revolutionär der Welt gewesen.

Quelle: RTS

 

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