Das schrieb die deutsche Presse über den serbisch-albanischen Zugkonflikt!

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Photo: Youtube

Auch in der deutschen Presse wird über das Problem des Zugs geschrieben, der vor einigen Tagen aus Belgrad nach Kosovska Mitrovica fuhr. Man hebt hervor, dies sei ein gefährliches Symptom der Krise auf dem Balkan. „Ein Personenzug, den Serbien am Samstag erstmals seit fast 20 Jahren auf die Reise von Belgrad ins Kosovo geschickt hat, hat für einen neuen Tiefpunkt in den ohnehin zerrütteten Beziehungen zwischen beiden Ländern gesorgt. Albanische Polizisten stoppten den Zug an der Grenze“, schrebit die Frankfurter Allgemeine Zeitung. „In zahlreichen Sprachen – auch in Albanisch – war auf dem Zug zu lesen „Kosovo ist Serbien“. Kosovo-Präsident Hashim Thaci sprach von einer Provokation und verlangte von den Sicherheitskräften, den Zug zu stoppen“, heißt es. Unter „Eine echte Entgleisung“ schreibt die Tageszeitung: „Über das Schicksal des Zuges entschied dann der starke Mann Serbiens höchstpersönlich, Premier Aleksandar Vučić . Er werde sich auf die „Kriegsspiele“ des Kosovo nicht einlassen, Priština hätte Ausschreitungen größeren Ausmaßes geplant. Um Opfer zu vermeiden habe er den Zug zurück nach Belgrad beordert.“ Die Süddeutsche Zeitung schreibt, der Zug sei eine fahrende Provokation gewesen. „Serbien hatte ihn in den Nationalfarben bedruckt. Darauf stand der Schriftzug ‚Kosovo ist Serbien‘ in verschiedenen Sprachen. Das Innere der Wagen war mit Fotos orthodoxer Ikonen aus Klöstern ausgestaltet, die auf dem Territorium des Kosovo liegen“, heißt es. Focus schreibt unter dem Titel „Kriegsspiele zwischen Serbien und Kosovo – und die EU schaut nur hilflos zu“: „Die kleine Episode zeigt, wie schnell sich aus Winzigkeiten eine Gefahrenlage entwickeln kann. Sie zeigt auch: Die prinzipiellen Positionen im Kosovo-Konflikt sind weiter unüberbrückbar. Trotz jahrelanger Vermittlungsbemühungen der Europäischen Union, trotz Milliarden an Finanzhilfen, trotz der NATO-geführten KFOR-Schutztruppe und trotz der größten EU-Auslandsmission Eulex.“

Quelle: RTS / Tanjug

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