Nikola Kalabic rehabilitiert, Ankläger kündigt Berufung an

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Das höhere Gericht in Valjevo hat den einstigen Kommandanten der Berggarde der jugoslawischen Armee im Heimatland Nikola Kalabic rehabilitiert.

Richter Dragan Obradovic hat während des Verfahrens, welches die Enkelin von Nikola Kalabic, Vesna Kalabic gestartet hat, festgestellt, dass die sieben Entscheidungen der Staatskommission für Kriegsverbrechen der Besatzungsmächte und ihrer einheimischen Kooperanten von 1945, mit welchen Kalabic als solcher gekennzeichnet wurde, annulliert werden.

Annulliert wurde auch die Entscheidung des Gerichts vom September 1946, womit seine Immobilien beschlagnahmt wurden, gemeinsam mit den Folgen dieser Entscheidungen. Das Gericht verkündete, dass die „rehabilitierte Person Nikola Kalabic ab jetzt als niemals für Verbrechen verurteilt zu erachten ist“.

Das Verfahren dauerte vor dem Höheren Gericht fünf Jahre. Zuvor wurde eins vor dem Grundgericht in Valjevo geführt, in welchem Zeugen, welche den Krieg überlebt hatten, aussagten, und in welchem festgestellt wurde, dass Kalabic in einer Höhle bei Valjevo getötet wurde, weswegen er seinen Kommandanten Dragoljub Mihailovic gar nicht verraten konnte.

Der Ankläger in Valjevo hat angekündigt, dass er Berufung vor dem Berufungsgericht in Belgrad einlegen wird.

In einem Kommentar auf das Urteil sagte Historiker Predrag Markovic, dies sei eine Schande, denn nun wird man rechtfertigen können, dass Alojzije Stepinac zum Heiligen erklärt wird, wie auch dass die Ustascha in Bleiburg als Opfer gefeiert werden.

 

Quelle: RTS

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