Serbiens Präsident: Kroatien schlägt Hand der Versöhnung aus

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Der serbische Präsident Tomislav Nikolić kommentiert in einem Interview mit Sputnik die Äußerung des Premierministers von Kroatien und Chefs der oppositionellen Sozial-demokratischen Partei, Zoran Milanovic, der bei einem Treffen mit kroatischen Veteranen des Krieges von 1992-1995 die Serben als „kleine Männer“ bezeichnet hatte. Serbiens Präsident sagte, er verfolge mit Bedauern die modernen Tendenzen im Nachbarland. Serbien habe sich Mühe gegeben, die negative Geschichte der serbisch-kroatischen Beziehungen Vergangenheit werden zu lassen. Diese Anstrengungen hätten aber kein Ergebnis gebracht, so Nikolić.

„Ob der Samen keimt, hängt nicht nur vom Samen selbst, sondern auch vom Boden ab, in der er geworfen wird“, kommentierte der Präsident.

Im Rahmen der Wahlkampagne in Kroatien seien leidenschaftliche Angriffe zu erwarten, nicht nur auf Serbien als Staat, sondern auch auf das serbische Volk, weil Kroatien auf diese Weise eine große politische Dividende zu erzielen versuche, fügte er hinzu. Kroatien baue seine innere Politik auf Hass gegenüber dem anderen Volk auf und zeige dabei in aller Öffentlichkeit, welche Politik es in Bezug auf den Nachbarstaat fährt. Das Land bewege sich weiter auf den Abgrund zu und selbst die Warnungen von Serbien, aus der EU und aus anderen Teilen der Welt  könnten hier nicht helfen, betonte Nikolić. Der serbische Staatschef denkt, dass nur die bevorstehenden Wahlen in Kroatien Milanovic dazu getrieben haben können, solche Äußerungen zu tun. „Milanovic ist ein außergewöhnlicher Politiker, er rechnet damit, nach den Wahlen in Kroatien eine neue Regierung zu bilden, und hat schon zu verstehen gegeben, wie verderblich die Schritte seiner Regierung für die kroatisch-serbischen Beziehungen sein werden“, so der serbische Präsident. Seine Regierung werde auf keinen Fall die Grenzen schließen und die Beziehungen mit Kroatien abbrechen, schloss Nikolić.

 

„Wir reichen nach wie vor die Hand der Versöhnung. Ich wiederhole, es hängt nur von Kroatien ab, ob wir normale Beziehungen haben oder nicht“, so der serbische Politiker.


Quelle: Sputnik News

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