19 Jahre seit den NATO-Luftangriffe auf Jugoslawien!

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Photo: Wikipedia Commons / David Orlovic

Die gescheiterten Verhandlungen zwischen der Regierung Serbiens und den Kosovo-Albanern, die in Anwesenheit internationaler Offizieller im Schloss Rambouillet bei Paris stattgefunden hatten, dienten der internationalen Gemeinschaft als Rechtfertigung für die NATO-Aggression auf die Bundesrepublik Jugoslawien, die am 24. März 1999 begann und bis 19. Juni 1999 dauerte.

Die NATO-Luftangriffe auf einen der Gründerstaaten der UN erfolgten ohne Zustimmung der Vereinten Nationen und des Sicherheitsrates. Mit den Luftschlägen gegen die BR Jugoslawien wollte die NATO, wie die offizielle Version hieß, „die humanitäre Katastrophe in Kosovo“ unterbinden. Den erfolglosen Verhandlungen über die Klärung der Krise in Kosovo und Metohija, die in Rambouillet und Paris in Februar und März 1999 geführt wurden, folgte das sogenannte „Massaker“ von Racak als unmittelbarer Grund für den erfolgenden Angriff auf einen souveränen Staat. Dass die Aggression auf die Bundesrepublik Jugoslawien einen Verstoß gegen das Völkerrecht dargestellt hatte, gaben zahlreiche Spitzenpolitiker der westlichen Länder post festum zu.
An dieser Aggression haben insgesamt 19 Staaten der Allianz teilgenommen, gegen alle Dokumente und Konventionen des Völkerrechts verstoßend, wie z.B., die UN-Charta, die Internationale Konvention zur Kriegsführung und zum Schutz der Zivilbevölkerung, zahlreiche internationale Konventionen zum Schutz des Kulthistorischen Erbes, Allgemeine Deklaration über Menschenrechte, Europäische Konvention über Menschenrechte und Internationale Konvention über Rechte des Kindes.
Die NATO-Aggression auf Jugoslawien ist einer der ungerechtesten Kriege in der jüngeren Geschichte, denn das Verhältnis der Bevölkerungsanzahl der BRJ zur NATO war 1:70. Mit dem Akt der Aggression, sowie mit zahlreichen Aktivitäten, die ihm vorangegangen sind, vor allem mit dem Ultimatum, dass das Abkommen von Rambouillet unter Gewaltdrohung unterzeichnet werden muss, wurden die Grundprinzipien der Rechtssysteme aller souveränen Staaten und die Grundprinzipien, auf denen die internationale Rechtsordnung und die UNO-Charta beruhen, verletzt.

Bei den Luftangriffen verloren 3.000 Zivilisten und Soldaten ihr Leben, 12.500 wurden verletzt, davon 2700 Kinder. Der materielle Schaden wird auf etwa 100 Milliarden Dollar geschätzt. Die Allianz hatte 22.000 Tonnen Sprengstoff eingesetzt, ferner 1.300 Marschflugkörper und 37.000 Streubomben. Der Einsatz geächteter Kassetten-Bomben und Bomben mit abgereichertem Uran bedroht auch heute das Leben der Bevölkerung Serbiens.

Diese Aktion, wie auch einige spätere, zeigten, dass der Westen mit den USA an der Spitze die „strategische Pause“ und Ohnmacht der Vereinten Nationen genutzt hat, um seinen Einfluss in der Welt zu stärken. So wurde die bisherige Ausrichtung auf die einstige Sowjetunion und den Warschauer Pakt durch die „Globale Ausrichtung“ ersetzt. Eine solche Ausrichtung versteht, dass sich die Interessen der USA erweitern und dass sie weltweit verteidigt werden, mit der Realisierung der Strategie der „Elastischen Antwort“ oder „Antwort auf regionale Krisen“. Die Folge einer solchen Doktrin sind zahlreiche lokale Kriege, Bürgerkriege, bzw. zwischenstaatliche Kriege, die oft von den USA kontrolliert oder verursacht sind.

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