Bald Unterscheidung zwischen Geimpften und Ungeimpften?

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Corona-Impfungen
Foto: Beta/AP

Der Bürgermeister von Belgrad, Zoran Radojičć, hat sich in einem Interview mit dem Fernsehsender Prva nun zu der Frage geäußert, wie mit gegen Corona ungeimpften Personen umgegangen werden sollte.

Er sprach sich dabei klar dafür aus, dass klar zwischen der Gruppe der gegen Corona Geimpften und der der Ungeimpften unterschieden werden müsse. Dies würde darauf hinauslaufen, dass Letztere mit Einschränkungen im öffentlichen Leben rechnen müssten. Denn Personen, welche weder geimpft noch vollständig von Corona genesen seien, könnten beispielsweise nicht mehr ohne weiteres öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder Ämter betreten.

Radojičić begründete dies damit, dass man die betroffenen Personen somit auch vor Ansteckungen mit Corona schützen würde. Da es anscheinend auch möglich ist, dass bereits Geimpfte das Virus übertragen könnten, würden somit ungeschützte Menschen vor einer Infektion geschützt.

Impfmotivation soll gefördert werden

Weiterhin würde eine solche Maßnahme auch zur Motivation für eine Impfung dienen.

Denn die weiterhin hohe Zahl an ungeimpften Personen begünstige die Entstehung neuer Mutationen des Coronavirus.

Auch sprach sich Radojičić dafür aus, sich näher mit den Ursachen zu auseinanderzusetzen, warum sich viele Menschen nicht impfen lassen wollten.

Seiner Meinung nach wären die wesentlichen Faktoren dafür Angst und Unwissenheit. Dem könne nur mit mehr Aufklärung begegnet werden.

Ob Radojičić lediglich eine Einzelmeinung vertritt oder sich der Corona-Krisenstab ernsthaft mit solchen Überlegungen auseinandersetzt, ist gegenwärtig unklar. Vor einigen Tagen hatte sich die Ministerin für Soziales, Dr. Darija Kisić-Tepavčević, noch für mehr Aufklärung bei der Impfkampagne ausgesprochen. Einen Impfzwang, auch durch die Hintertür, hatte sie nicht befürwortet.

So oder so wird in dieser Hinsicht aber sicherlich noch einiges passieren. Denn die serbische Regierung verfügt gegenwärtig über mehr Dosen an Corona-Impfstoffen als es Impfwillige gibt. Da die Impfstoffe jedoch nicht lange haltbar sind und das Virus sich neuerdings wieder in Europa und auch in Serbien ausbreitet, tickt gewissermaßen die Uhr.

Zudem gilt die gegenwärtige Virusmutation, die sogenannte Deltavariante, als aggressiver und ansteckender als der ursprüngliche Erreger.

Einschränkungen bereits Kränkenhäusern

Im medizinischen Bereich gibt es bereits Einschränkungen für ungeimpfte Personen. So erhalten Krankenhausärzte und Krankenschwestern, welche sich nicht haben impfen lassen, gegenwärtig keine der begehrten Zulagen und Boni für den Bereitschaftsdienst. Sie müssen mit ihrem Grundgehalt auskommen, was de facto eine Halbierung ihrer Einnahmen bedeuten würde.

Wie Dr. Tatjana Adžić-Vukičević, die Direktorin des Covid-Krankenhauses in Batjanica sagte, würde das impfunwillige Personal nur noch administrative Tätigkeiten übernehmen dürfen.

Die Regelung erfolge in Absprache mit anderen Krankenhausverwaltungen. Ebenso hatte das serbische Gesundheitsministerium grünes Licht für diesen Schritt gegeben.

Wie denkt Ihr über Radojičićs Aussage? Wird es dazu kommen, dass Nicht-Geimpfte demnächst nur noch begrenzten Zugang zu öffentlichen Einrichtungen haben? Schreibt uns Eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: politika.rs/novosti.rs

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