Bericht belegt die Leiden der Serben von Sarajevo

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Der Bericht der internationalen Kommission zur Aufklärung von Kriegsverbrechen an der serbischen Bevölkerung während des Bosnienkrieges belegt, was wovor der Westen seit den 1990er Jahren geflissentlich seine Auge verschließt.

Wie jetzt eindeutig belegt werden konnte, führte das Regime von Izetbegović inmitten der umkämpften Stadt Sarajevo 211 Lager, um Serben zu internieren und zu foltern.

Insgesamt wurden dort ca. 3.000 serbische Zivilisten ermordet, über 1.700 erlitten schwerste Verletzungen.

Die Kommission, welche von Regierung der Republika Srpska eingerichtet worden war, konnte zudem stichhaltig belegen, dass es sich bei zwei Drittel der Opfer um unschuldige Zivilisten handelte.

Im Wortlaut heißt es im Bericht: „In Sarajevo gab es 211 Lager und Gefängnisse für Serben. Tausende wurden ohne ersichtlichen Grund inhaftiert. Die Gefangenen erlitten schwerste Gewalt, allein aufgrund ihrer Nationalität.“

800 Vermisste seien zudem in den Gebieten zu beklagen gewesen, welche im damaligen Zeitraum unter der Kontrolle der SDA, der Partei Alija Izetbegovićs, standen.

Ihre Fälle konnten nur zum Teil aufgeklärt werden.

„Bis heute gelten 260 Serben als verschollen. Die Zahl der Vermissten ist jedoch wahrscheinlich höher, da ganze Familien ermordet wurden und die Überlebenden ihre verschwundenen Angehörigen nicht melden konnten. Diese Personen wurden weder identifiziert noch erfasst. Die Institutionen unter der Leitung der SDA unternahmen enorme Anstrengungen, um Verbrechen gegen serbische Bürger zu vertuschen“, so der Bericht.

Die Serben waren doppelt eingekesselt

Der Bericht gibt weiterhin Einblick in die Lage, in welcher sich die Serben Sarajevos befanden. Die Kommission spricht von einer doppelten Blockade innerhalb und außerhalb der Stadt. Außerhalb existierte die Front zwischen bosniakischen und serbischen Streitkräften, welche alle Einwohner Sarajevos betraf. Innerhalb der Stadt bestand eine weitaus undurchdringlichere zweite Trennlinie, welche sich ausschließlich gegen Serben richtete.

Da die SDA die humanitäre Hilfe in die Stadt vollständig kontrollierte, konnte sie die serbische Bevölkerung systematisch ausgrenzen und diskriminieren. Es wird sogar davon ausgegangen, dass sich das Flüchtlingshilfswerk des UNHCR dabei mitschuldig machte, da es de facto zu einem Lieferanten der Muslime wurde.

Die Kommission schließt daraus, dass es aufgrund dessen unangebracht sei, von Sarajevo als einer „belagerten Stadt“ zu sprechen.

Terror und Misshandlungen

Die SDA führte weiterhin eine regelrechte Terrorkampagne gegen die serbische Bevölkerung. Hierfür nutzte sie sämtliche staatlichen Institutionen, welche ihr zur Verfügung standen.

Der Bericht kommt auch zu dem Schluss, dass die Teilrepublik Bosnien und Herzegowina gezielt die damalige Jugoslawische Volksarmee angriff. Somit handelte es sich um einen explizit aggressiven Akt gegen die damalige SFRJ. Hauptargument dafür ist die sogenannte „Direktive zum Schutz der Souveränität und Unabhängigkeit der RBIH“ vom 12. April 1992. In ihr wurde die serbische SDS zum legitimen Ziel von Feindseligkeiten erklärt und eine Anweisung gegeben, die JNA und serbisch besiedelte Gebiete anzugreifen. Mit anderen Worten: Es handelte sich bei der Direktive um nichts anderes als um eine Kriegserklärung an die SFRJ, die JNA sowie an die Serben in Bosnien und Herzegowina.

Auch bei der Rekrutierung seiner Leute ging Izetbegović wenig zimperlich vor. Seine Helferhelfer kamen teilweise aus Gefängnissen, nachdem er ihnen eine großzügige Amnestie gewährt hatte. Es handelte sich um verurteilte Kriminelle, Vergewaltiger und Drogenabhängige.

Diese hätten dann mit dem Aufbau inoffizieller Folterlager begonnen.

„Einer der besonderen Aspekte dieser Terrorkampagne war die Schaffung eines riesigen Netzwerkes privater Gefängnisse, in welchen die schlimmsten Verbrechen, einschließlich Folter und Gruppenvergewaltigungen, begangen wurden“, heißt es im Bericht.

Die Medien ignorierten gezielt serbische Opfer

Um die eigene Bevölkerung für die Repressalien gegen die Serben gewinnen zu können, nutzte die SDA auch explizit die Medien. In den Behörden und Institutionen der Republik selbst hatte die SDA nach der Unabhängigkeitserklärung bereits mit dem Austausch serbischer Angestellter und Beamter begonnen. Diese ersetzte die Partei durch ihr gegenüber loyale Leute. Neben den Medien kam aber auch den örtlichen Nichtregierungsorganisationen eine fundamentale Rolle bei der Verbreitung von Hasspropaganda zu.

„Die Medien und Nichtregierungsorganisationen spielten eine wichtige Rolle in der Dämonisierungskampagne, indem sie falsche Informationen streuten und Aufmerksamkeit und Mitgefühl ausschließlich auf das sehr reale Leid der Muslime richteten. Das Leiden der Serben ignorierten sie hingegen vollständig“, ist das Fazit der Kommission.

Ziele der Kriegsparteien

Auch die Zielsetzungen der Kriegsparteien hat die Kommission um die Historiker Rafael Israeli, Viktor Bezruchenko, Darko Tanasković, Lawrence French, Giuseppe Zakaria und Patrick Barrio genauestens analysiert.

Sie kommen zu dem Schluss, dass die serbische Seite während des Bosnienkrieges für Selbstbestimmung und ihre Bürgerrechte kämpfte. Sie verteidigte sich gegen ihre drohende Vernichtung. Ihr Ziel war dabei ihr Fortleben in einem international anerkannten Jugoslawien. Dies war auch die ursprüngliche Absicht bei der Gründung der Republika Srpska.

Als Muslime und Kroaten dies jedoch ablehnten, änderte sich die Zielsetzung hin zu einer politischen und kulturellen Autonomie innerhalb Bosnien und Herzegowinas. Dem standen hingegen die Ziele der Muslime diametral entgegen. Denn diese verlangten nach einem einheitlichen Staat unter ihrer Kontrolle. Für die politische und kulturelle Autonomie der Serben sollte es dort keinen Platz geben.

Wer Interesse hat, den 1.250 Seiten langen Bericht zu lesen, kann ihn kostenlos im Internet herunterladen.

Wird die Arbeit der Kommission auch zu einer Selbstkritik im Westen führen? Schreibt uns Eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: novosti.rs

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