Berührende Szene in Đorđe Balaševićs Heimatstadt

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Abschied von Djordje Balasevic am Ufer der Donau
Foto: FOTO TANJUG/ JAROSLAV PAP/bs/MONDO/Stefan Stojanović

Gestern Abend gab es einen letzten rührenden Abschied vom bekannten Musiker Đorđe Balašević in seiner Heimatstadt Novi Sad.

Am Donaukai, der den Opfern des NATO-Angriffs von 1999 gewidmet ist, kamen tausende Menschen zusammen, um einem der letzten Großen der jugoslawischen Musikszene Tribut zu zollen.

Es wurden Blumen niedergelegt und der Chor des serbischen Nationaltheaters sang seine Lieder. Zudem hatte die Stadt beschlossen, die Lichter an der Festung Petrovaradin abzuschalten und weiträumig den Verkehr zu sperren.

Ein Bild Balaševićs wurde großflächig auf die Mauern der Stadtfestung projiziert und Fackeln wurden entzündet. Die Veranstaltung, welche unter dem Namen „Die Nacht, in der Đole über die Donau schwamm“ dauerte bis 21 Uhr.

Mit Fackeln erleuchtete Boote überquerten die Donau. Dazu hörten die Einwohner der Stadt das Lied „Die Nacht, als ich über die Donau schwamm“.

Đorđe Balašević war am vergangenen Freitag im Alter von 68 Jahren an einer Coronainfektion im Klinischen Zentrum von Novi Sad verstorben. Am Sonntag fand seine Beisetzung im Kreis seiner Familie und der engsten Freunde statt. Tamburica-Spieler hatten seinen letzten Weg mit seinem Lieblingslied „Olivera“ begleitet.

Der Tod des bekannten Musikers hatte im gesamten Raum Ex-Jugoslawiens für Aufsehen gesorgt. Neben den Einwohnern Serbiens kam es auch zu Trauerfeiern in Zagreb und Sarajewo. Denn Balašević, bereits in den 1980ern ein bekannter Musiker, nutzte seine Popularität immer wieder, um vor den aufkommenden Kriegen zu warnen. Mit viel Elan und trotz persönlicher Anfeindungen appellierte er unentwegt öffentlich für den Frieden und gegen die aufkommenden Nationalismen.

Zu seinem Tod würdigten viele seiner Fans und Freunde seiner Botschaft diesen großen Künstler.

Wie ist Eure Meinung zu Đorđe Balašević? Habt Ihr ein Lieblingslied von ihm? Schreibt uns Eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: mondo.rs

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