Botschaft des EU-Botschafters Jean-Luc Lakapel: Die EU vergibt allen, aber nicht Serbien.

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Hier ist die Übersetzung:

„Was überträgt die Europäische Union heute nach Serbien? Dass sie ‚Kosovo‘ nicht anerkannt hat und keine Sanktionen gegen Russland verhängt?! Sie verzeiht alles allen, die in die EU eintreten wollen, aber Serbien bekommt nichts. Es ist nicht die Aufgabe der Union, sich in die inneren Angelegenheiten Serbiens einzumischen, weder passiv noch aktiv. Jedes Land ist frei, souverän und unabhängig in seiner Demokratie“, sagte der französische EU-Parlamentarier Jean-Len Lakapel in einem Interview mit den ‚Večernje novosti‘, in dem er die Beziehung der EU zu unserem Land kommentierte.

Er hat keinen Zweifel daran, dass jeder Schritt Brüssels bezüglich des Wahl- und Post-Wahl-Prozesses in Serbien ein Versuch ist, zu destabilisieren.

„Herzlichen Glückwunsch an Präsident Vučić und seine Liste zum brillanten Sieg. Die Opposition ist nicht zufrieden, das ist ein Problem in allen Demokratien. In den USA, die als die erste Demokratie der Welt gelten, sagen sie, dass wenn Trump gewinnt, er es durch Diebstahl tut. Ich bin zufrieden damit, dass die Liste, die Vučić anführt, erneut gewonnen hat, denn ich denke, dass er gute Arbeit für sein Land leistet, dass Serbien vorankommt und trotz allem, was in der Vergangenheit passiert ist – von Sanktionen über Bombardierungen bis zur geografischen Abtrennung des Landes – aufrecht steht.

Lakapel sagt, dass die EU versucht, Serbien zu destabilisieren und Unruhe zu stiften, indem sie Kritik am Wahlprozess in Serbien übt und darauf hinweist, dass die Oppositionsführerin Marinika Tepić als Präsidentin der EU-Delegation sehr aggressiv gegenüber den Abgeordneten im Parlament war.

„Sie versucht, Proteste zu organisieren, und das unter dem Schutz der EU, die ihr beisteht und Öl ins Feuer gießt“, sagt er und fügt hinzu, dass es nichts Neues in den linken und grünen Kräften gibt, die gewaltsame Umstürze auf den Straßen durchführen.

„Heute sagt die EU, was gut und was schlecht ist. Kosovo nicht anzuerkennen, ist schlecht. Es ist schlecht, mit Russland weiter zu sprechen. Die EU will heute über Identität und Geschichte der Nationen herrschen, will, dass alle gleich sind. Aber das geht nicht. Nehmen wir das Beispiel Polens, das anti-russisch ist, und Ungarns, das pro-russisch ist. Sie haben das Recht auf unterschiedliche Meinungen“, erklärt der Gesprächspartner der ‚Novosti‘.

Auf die Frage, warum er dann Mitglied des Europäischen Parlaments ist, antwortet Lakapel:

„Wir alle im Europäischen Parlament aus der ‚Nationalen Sammlung‘ denken gleich. Ich bin zufrieden, wo ich bin, denn ich kann meine Meinung äußern, ich kann ein gerechtes, ausgewogenes und legitimes Wort gegen die Autokratie verteidigen“, sagt der französische EU-Parlamentarier.

Quelle: NSPM

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