Brnabić spricht sich für strengere Maßnahmen aus

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Krisenstab bei Sitzung
Foto: J.L.

Heute sollte eigentlich eine neuerliche Sitzung des Corona-Krisenstabes der Regierung stattfinden. Diese wurde allerdings kurzfristig abgesagt.

Allerdings äußerte sich Serbiens Ministerpräsidentin Ana Brnabić gegenüber der Presse.

Die Sachlage ist ohnehin klar. Die Mediziner im Krisenstab fordern seit Wochen strengere Maßnahmen. Konkret geht es um einen Lockdown für alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte für einen Zeitraum von zehn bis fünfzehn Tagen. Laut den Experten sei dies, neben den Impfungen, der einzige Weg, um die Coronapandemie gegenwärtig in Serbien einzudämmen.

Die Zahl der täglichen Neuinfizierten ist inzwischen auf 4226 gestiegen. Auch gab es seit gestern 25 Coronatote und landesweit 207 Patienten an Beatmungsgeräten.

Abermals sind die Krankenhäuser am Rande ihrer Kapazitäten. Das medizinische Personal ist ebenfalls überlastet.

Die bisherigen Maßnahmen wirken da ohnehin wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Denn die eingeschränkten Öffnungszeiten am Wochenende reichen offenkundig nicht aus, um ernsthaft etwas gegen die Ausbreitung der Lungenkrankheit zu tun.

Anscheinend kommt jetzt jedoch Bewegung in die Debatte um die Forderungen der Mediziner. Serbien Premierministerin Ana Brnabić äußerte jetzt gegenüber der Presse Verständnis für die Sorgen von Prof. Dr. Predrag Kon, Prof Dr. Tiodorivć und den anderen Experten. Auch sagte sie, dass die Maßnahmen „sicherlich verschärft werden müssen.“

Es geht um die Balance

Gleichzeitig müsse sie jedoch abwägen, welche Folgen eine Entscheidung in die eine oder andere Richtung habe.

„Wir versuchen, ein Gleichgewicht zu finden. Ich denke auch, dass uns dies gelingen wird, da wir im Allgemeinen immer noch recht gute Indikatoren haben, sowohl in wirtschaftlicher als auch in gesundheitlicher Hinsicht“, so Brnabić.

Die Regierung will sich somit fürs Erste alle Optionen offenhalten. Allerdings scheint es eine Tendenz hin zu einer Verschärfung der bestehenden Maßnahmen zu geben. Ob sich allerdings die Epidemiologen mit ihren Forderungen eines vollständigen Lockdowns über eine, zwei oder sogar drei Wochen durchsetzen können, ist sicherlich zweifelhaft.

Entscheidend dafür wird jedoch sein, ob die Impfquoten wieder steigen werden und sich die Menschen an die Hygiene- und Abstandsmaßnahmen halten werden.

Wozu wird sich die Regierung entschließen? Schreibt uns Eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: novosti.rs

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