Die Predigt eines deutschen Pfarrers über das serbische Volk nach dem 2. Weltkrieg!

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Wer an Rache denkt, kann nicht selig werden

Martin Luther, Gründer des Protestantismus, deutscher Pfarrer über Serben

„Unser Vaterland hat den Krieg verloren. Es haben die Russen, die Amerikaner und die Engländer gesiegt. Vielleicht hatten sie die besseren Waffen, mehr Soldaten oder die bessere Führung. In der Tat ist dies ein materieller Sieg, den sie davongetragen haben. Aber hier unter uns gibt es noch ein Volk, welches einen anderen und wesentlich schöneren Sieg vollbracht hat; den Sieg der Seele, den Sieg des Herzens und den der Ehrlichkeit, den Sieg des Friedens und der christlichen Nächstenliebe. Dieses Volk sind die Serben.

Früher haben wir sie nur oberflächlich gekannt. Aber wir wussten, was wir in ihrem Vaterland angerichtet haben. Wir haben für einen getöteten unserer Soldaten, welcher die Macht der gewaltsamen Besetzer darstellte, hundert Serben getötet, die ihr Land verteidigten. Und nicht nur das haben wir getan, sondern wir haben auch gleichzeitig zugesehen, wie auf die Serben von allen Seiten, von Kroaten, von Albanern, von Italienern, von Ungarn, von Bulgaren, … geschossen wurde. Wir wussten, dass es hier unter uns noch 5000 serbische Offiziere gab, die früher einmal die gesellschaftliche Elite in ihrem Lande bildeten, jetzt aber ohne Kräfte und von Hunger geschwächt, an lebende Skelette erinnern. Ebenso wussten wir, dass die Serben den Glauben haben: „Wer an Rache denkt, kann nicht selig werden.“ und wir hatten in der Tat Furcht vor der Rache dieser serbischen Märtyrer.

Wir hatten Angst davor, dass nach unserer Kapitulation jene uns das antun würden, was wir ihnen angetan haben. Wir haben uns schon die Tragödie vorstellen können, wie unsere Kinder in der Kanalisation schwimmen oder in der städtischen Bäckerei gebraten werden. Wir stellten uns vor, dass unsere Leute umgebracht und vergewaltigt und unsere Häuser zerstört würden. Jedoch, was passierte tatsächlich?

Als die Gefängnisdrähte rissen und die 5000 lebenden serbischen Skelette ihre Freiheit in unserer Umgebung fanden, haben eben diese serbischen Soldaten liebevoll unsere Kinder gestreichelt und Bonbons verteilt. Mit uns haben sie sich unterhalten. Die Serben haben gerade die Kinder derer gestreichelt, die ihr Vaterland ins Unheil gestürzt haben. Erst jetzt verstehen wir, warum unser großer Dichter Goethe die serbische Sprache erlernte. Erst jetzt verstehen wir, warum Bismarcks letztes Wort auf dem Sterbebett „Serbien“ lautete.

Eben dieser Sieg der Serben ist größer und hervorragender als jeglicher materieller Sieg! Diesen Sieg, so denke ich, konnten ausschließlich die Serben erringen, da sie erzogen wurden im Geiste der epischen Heldenlieder, welche unser Goethe so sehr geschätzt hatte… Dieser Sieg wird Jahrhunderte lang in den Seelen der Deutschen fortdauern. Diesem Sieg und den Serben, die ihn herbeigeführt haben, möchte ich diese meine letzte Predigt widmen.“

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