Djokovic: NATO-Bombenangriffe, Sanktionen, Kriege – all das hat mich stärker gemacht

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Der serbische Tennisspieler Novak Djokovic regiert auf der internationalen Tennisszene, er gewann vier Grand Slams in Folge, er ist eindeutig erster auf der ATP-Liste, er brach viele Rekorde. Jedoch in einem Interview für The Times sprach er über vieles außerhalb von Tennis, was Einfluss auf sein Erwachsenwerden und seine Karriere hatte.

Das Interview wird ungewöhnlich mit Fragen über die NATO-Bombenangriffe eröffnet. Djokovic sagte: „Wir wuchsen in Serbien in schweren und brutalen Bedingungen auf. Das ist der wichtigste Faktor, um unseren Lebensweg zu verstehen. Saktionen, Krieg, NATO-Bombenangriffe, Wirtschaftskrise… Ich musste viele Junioren-Turniere verpassen weil meine Eltern kein Geld hatten. Aber diese Erfahrungen haben uns geformt. Ich glaube fest, dass wir deswegen alles, was wir heute haben, mehr schätzen. Wir haben im Abgrund angefangen und die Folgen dieser Zeit sind tief in uns.“

Er sagte, das helfe ihm, heute vorwärts zu schreiten.

„Diese schweren Zeiten haben mich stärker gemacht. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin nicht unbesiegbar. Ich habe meine Schwächen, und manchmal bin ich nicht gerade anständig auf dem Feld. Dann bitte ich das Universum um Vergebung, weil ich auch Schwächen habe, wie alle Menschen… Manchmal wird man vom Ego kontrolliert“, sagte er.

Er sprach auch über den vor Kurzem verstorbenen Muhammad Ali.

 

„Wir werden oft gelehrt, über Motivation selbstsüchtig zu denken. Wir reden darüber, wie wir zu Geld kommen werden und Nutzen von dem haben, was wir machen. Erinnern wir uns aber an Muhammad Ali. Er hat ein großes Vermächtnis, nicht nur im Sport, sondern auch in der Gesellschaft. Wieso? Er hatte eine Mission, die nicht nur ihn etwas anging. Er wollte andere berühren“, sagte Djokovic für die Times.

 

Quelle: RTS

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