Đukanović im Krankenhaus

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Djukanovic vor montenegrinischer Flagge
Foto: RPA-EFE/Toms Kalnins

Milo Đukanović, Montenegros abwechselnd langjähriger Präsident und Premierminister, befindet sich im Krankenhaus.

Wie Politika berichtet, lässt er sich bereits seit bald zehn Tagen wegen einer Infektion mit Covid-19 behandeln. Anscheinend waren beide Lungenflügel von der Krankheit befallen. Sein Zustand war somit durchaus kritisch, auch wenn seine Vitalparameter bisher stabil blieben.

Jetzt stellt sich die Frage, warum dieser Umstand bis jetzt vor der Öffentlichkeit verheimlicht wurde. Bemerkenswerterweise lässt sich Đukanović auch nicht im staatlichen Krankenhaus in der Hauptstadt Podgorica behandeln, sondern in einer Privatklinik.

Die Bevölkerung hatte schon bei seiner Neujahrsansprache geahnt, dass es ihm nicht gut ging. Er wirkte krank und blass. Auch sprach er mit heiserer Stimme und hatte offensichtlich starke Atemprobleme. Es fiel schwer, ihm inhaltlich zu folgen.

Der Inhalt seiner Rede entsprach dabei seiner üblichen Rhetorik. Die neue Regierung bestehe aus „untreuen Babys“. Die größte Gefahr für die Unabhängigkeit des Landes komme aus Moskau und Belgrad, wie er sagte. Weiterhin sparte er auch nicht mit Vorwürfen an den neu gewählten Premier Zdravko Krivokapić. Somit blieb sich Đukanović als Verlierer der letzten Parlamentswahlen gewissermaßen treu.

Angeblich befindet sich Đukanović nicht mehr in Lebensgefahr und somit auf dem Weg der Besserung. Dass er eine Art Wohnung in der Privatklinik „Kodra“ für seine Behandlung bezog, anstatt sich in die Hände des öffentlichen Gesundheitssystems zu begeben, dürfte sein Ansehen in der Bevölkerung nicht sonderlich wachsen lassen.

Hat ihm vielleicht der Stress der letzten Monate gesundheitlich zugesetzt? Was haltet Ihr davon, dass er sich in einem privaten Krankenhaus behandeln lässt?

Quelle: politika.rs

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