Ehemaliger Islamist: In Bosnien-Herzegowina hat Terrorismus fruchtbaren Boden für die Rekrutrierung!

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Ein ehemaliges führendes Mitglied der islamistischen Organisation El Muhadschirun Adam Din hat erklärt, dass Bosnien und Herzegowina ein fruchtbarer Boden für die Rekrutierung neuer Mitglieder für Terrororganisationen sein kann.
 
„Eine große Rolle spielt neben Kriegsvergangenheit auch die Armut. Wir können aber kein Land ausschließen und die Rekrutierung kann überall passieren“, sagte er im Interview für das Blatt Dnevni Avaz aus Sarajevo.
 
Seinen Worten zufolge gibt es kein Land mehr, welches vor Terror sicher ist, weil sich Terrorismus mit dem IS geändert hat. Er sagte, es handele sich um eine Ideologie des Kampfes zwischen Ost und West. Din, welcher Bürger von Großbritannien ist, verließ seine Organisation 2003 und gründete den Fonds „Quilliam“, welche sich mit Jugendlichen befasst, um ihnen beizubringen, nicht auf extremistische Ideologien reinzufallen.
 
Zu den Islamisten ging er mit 19, als die Organisation noch nicht gewaltvoll war. „Ich bin Moslem geworden, interessierte mich für Islam, und eines Tages, auf dem Weg zur Moschee, traf ich einen jungen Mann der Flugblätter verteilte, auf welchen Stand, jeder Moslem müsse für den Aufbau eines islamischen Staates kämpfen“, sagte Din.
 
„Man würde dann sehen, wer interessiert ist, und dann folgen mehrere Runden der Rekrutrierung, bei welchen man auch zu den Menschen nach Hause geht, um zu sehen wie man die Familie beeinflusst. Ich habe die Organisation verlassen nachdem mir ein ehemaliges Mitglied, Philosophieprofessor, erklärt hat, wie El Muhadschirun den Islam falsch deutet“, erklärte Din.
 
Quelle: RTS

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