Gedenken an eines der schlimmsten NATO-Verbrechen

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Foto: Novosti/arhiva

Heute wird nicht nur der Kreuzigung Christi gedacht, sondern auch eines grausamen weltlichen Ereignisses der jüngeren Geschichte. Denn vor 22 Jahren forderte die NATO-Aggression einen furchtbaren Blutzoll.

Denn am 30. April 1999 bombardierten Kampfflugzeuge der NATO den kleinen Ort Murino in der Gemeinde Plav in Montenegro.

Sechs unschuldige Menschen starben, darunter drei Kinder. Ihre Leiber wurden durch die Bomben regelrecht zerfetzt.

Bei den Opfern dieses brutalen Anschlags handelte es sich um den 14-jährigen Miroslav Knzežević, die 13-jährige Olivera Maksimović aus Priština ihre ebenfalls 13-jährige Cousine Julija Brudar, den Mitarbeiter der örtlichen Schule, Vukić Vuletić, 46 Jahre alt, die Hausfrau Milka Kočanović, 69 Jahre alt, sowie um den 72-jährigen Rentner Manojlo Komatina.

Julija und Olivera waren von ihren Eltern extra aus dem Kosovo nach Montenegro gebracht worden, um vor den Bomben und Raketen der NATO sicher zu sein. Bei den Großeltern sollten sie den Krieg sicher und geschützt überstehen. Doch der Tod aus der Luft traf sie auch dort in diesem kleinen Ort am Fluss Lima.

Alles Leid für eine alte Brücke

Der Fluss oder besser die alte Steinbrücke, die in Murino über ihn führte, war es denn auch, die der NATO als Rechtfertigung für ihr schändliches Tun diente.

„Der Himmel war klar und blau an diesem Tag. Irgendwann gegen 16 Uhr tauchten zwei Flugzeuge über der Stadt auf. Es erfolgten einige Detonationen aus der Richtung des nahe gelegenen Gornja Ržanica. Es blitzte und donnerte danach. Flammen schossen auf. Dann folgte Rauch. Von überall her war ein Stöhnen und Wehklagen zu hören“, so erinnern sich die Menschen von Murino an Tag.

Nicht nur die Brücke wurde zerstört. Die Wucht der Bomben vernichtete etliche Häuser in der Nähe. Auch das kleine Hotel der Stadt, das Kulturhaus von Murino, der örtliche Laden sowie die örtliche Textilfabrik wurden dem Erdboden gleichgemacht.

Schlimmer wog jedoch, bei allen Schäden, was die Einwohner erblicken mussten.

Überall lagen die toten Körper verstreut

Denn bei den Überresten der alten Steinbrücke lagen die leblosen Körper der NATO-Opfer umher. Aus einer Häuserruine ragte gar der Fuß eines Kindes hervor.

Die Einwohner des Ortes rannten zu den Bombentrichtern und Ruinen. Sie bargen die Schwerverletzten, leisteten erste Hilfe und sprachen ihnen Trost zu. Für die sechs Opfer von Murino kam jedoch jegliche Hilfe zu spät. Und über all dem Grauen, welches sich den Menschen bot, kreisten immer noch die feindlichen Flugzeuge.

Was die NATO-Piloten bei ihrer Tat empfanden, ist unbekannt. Wir aber fragen uns, wie ein Mensch überhaupt so leben kann, im Bewusstsein sechs Unschuldige, darunter Kinder getötet zu haben.

Aber wahrscheinlich machen es sich die Täter nur allzu leicht, mit dem ewig gleichen Satz „Ich habe nur Befehle befolgt“.

Eines hat zudem einen bitteren Beigeschmack. Montenegro ist heute Mitglied der NATO, von welcher nie eine Entschuldigung bei den Opfern erfolgte.

Wir sind in Gedanken bei den Toten und ihren Hinterbliebenen. Mögen sie nicht vergessen werden.

Schreibt uns Eure Gedanken zu diesem Verbrechen in die Kommentare.

Quelle: novosti.rs

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