Gedenkgottesdienst wegen Terroranschlag vor zwanzig Jahren

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Heute jährt sich zum zwanzigsten Mal der Terroranschlag auf die Reisebusse des Niš-ekspres.

Zu diesem traurigen Anlass wird es heute einen Gottesdienst für die Opfer in der Kirche St. Petka in Laplje Selo geben. Im Anschluss findet eine Gedenkveranstaltung statt, organisert von der Kultur- und Bildungsgemeinschaft von Kosovo und Metohija.

Am 16. Februar 2001 verübten albanische Extremisten einen Bombenanschlag auf mehrere Reisebusse mit serbischen Flüchtlingen, welche sich aus Gračanica kommend auf dem Weg Richtung Niš befanden. Die Insassen hatten vorher Gräber ihrer Familienangehörigen in Gračanica besucht.

Die Bombe explodierte, als der Konvoi an der Ortschaft Livadice bei Podujevo vorbeifuhr.

Die Täter zündeten den Sprengsatz aus der Ferne genau in dem Moment als der erste der sechs Reisebusse direkt in seiner Nähe war.

Zwölf serbische Bürgerinnen und Bürger starben auf der Stelle, 43 weitere wurden schwer verletzt. Das jüngste Opfer, Danilo Cokić, war gerade einmal zwei Jahre alt.

Die Täter werden bis heute gedeckt

Der Anschlag offenbarte zudem, wie schutzlos die Serben im Kosovo den albanischen Extremisten bis heute ausgeliefert sind. Denn der Konvoi wurde von schwedischen und britischen KFOR-Truppen begleitet, die dem Geschehen jedoch vollkommen hilflos gegenüberstanden. Ihnen passierte bei der Explosion freilich nichts, saßen sie doch in ihren schwergepanzerten Fahrzeugen.

Später wurden fünf Kosovo-Albaner unter dringendem Tatverdacht festgenommen und in ein US-amerikanisches Gefangenenlager gebracht. Aber bereits ein Jahr später gelang es vier von ihnen unter dubiosen Umständen zu flüchten. Der Fünfte, ein Mann namens Florim Ejupi, wurde im Jahr 2008 von einem dortigen Gericht für schuldig befunden und zu insgesamt vierzig Jahren Gefängnis verurteilt.

Doch bereits im folgenden Jahr entschied sich der Oberste Gerichtshof in Priština für eine beschämende Freilassung. Die offizielle Begründung: Ein Mangel an Beweisen, obwohl sich am Tatort seine DNA-Spuren an einer Zigarettenkippe fanden.

Das Büro für Kosovo und Metochien fand deutliche Worte für den heutigen Tag.

„Das Verbrechen in Livadice ist das schmerzhafteste Beispiel dafür, dass es in Priština immer noch keinerlei Bereitschaft dafür gibt, sich selbst zu bekreuzigen und sich den begangenen Verbrechen zu stellen. Dies zeigt auch die Verherrlichung der terroristischen UČK-Verbrechen, wie wir sie in den letzten Monaten immer wieder gesehen haben“, so die Verlautbarung.

Den Opfern und ihren Familien sei bis heute keinerlei Gerechtigkeit widerfahren.

„Wir erwarten, dass die Verantwortlichen für dieses und andere Verbrechen gegen Serben vor Gericht gestellt werden. In diesem Sinne fordern wir die internationale Gemeinschaft auf, diesen und andere ungelöste Fälle von Verbrechen und Straftaten gegen Serben auch nach zwei Jahrzehnten neu zu eröffnen, damit es Frieden geben kann und die Familien Trost finden“ lautete der Appell von behördlicher Seite.

Kein Interesse bei Straftaten gegen Serben

Solange sich Priština nicht solcher Taten stellt und die Verbrecher einer ordentlichen Gerichtsbarkeit zuführt, ist es mehr als blanker Hohn, wenn von dort in irgendeiner Form offizielle Worte des Friedens oder des Dialogs kommen.

Denn die Behörden dort zeigen immer wieder, dass sie keinerlei Interesse an der Verfolgung von albanischen Extremisten haben, solange sich deren feige Taten gegen Serben oder andere Volksgruppen richten.

Damit aufzuräumen wäre ein Zeichen des Aufbruchs vom alten und neuen Premier Albin Kurti, wenn er sich doch gerne als neue und moderne politische Kraft inszeniert. Dies wird allerdings mit großer Wahrscheinlichkeit ein frommer Wunsch bleiben.

In stiller Trauer gedenken auch wir heute der unschuldigen Opfer. Mögen wir sie niemals vergessen.

Werden die Täter jemals ihre gerechten Strafen bekommen? Schreibt uns Eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: politika.rs

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