Geiselnahme in serbischem Fernbus beendet

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der entführte serbsiche Reisebus befand sich auf der A9 Richtung München
Foto: Printskrin

Es war ein Alptraum, den Passagiere eines Fernbusses gestern auf der deutschen Autobahn A9 erlebten.

Gestern gegen 17 Uhr hatte der Bus der serbischen Firma Lasta plötzlich auf dem Standstreifen der Autobahn in Richtung München gehalten.

Nach Berichten war es zum Streit zwischen Reisenden gekommen sein. Dann eskalierte die Lage vollends. Einer von ihnen nahm drei Personen als Geiseln. Es handelte sich um die drei Fahrer. Die übrigen Passagiere flüchteten entsetzt.

Ersten Berichten nach verletzte der 30-jährige Tatverdächtige zudem zwei Personen.

Die herbeigerufene Polizei belagerte daraufhin den Bus. Die Autobahnstrecke wurde großräumig in beiden Richtungen abgeriegelt. Auch die naheliegende ICE-Verbindung musste eingestellt werden.

Der 30-Jährige drohte seine Geiseln zu töten. Deutsche Spezialeinheiten vom SEK rückten an. Man nahm per Handy Kontakt mit dem Entführer auf. Es wurde sogar der serbische Geheimdienst BIA hinzugezogen, um mit dem Geiselnehmer zu sprechen.

Dann gegen 21.30 Uhr kam das Drama zu seinem Ende. SEK-Beamte stürmten den Bus. Es waren auch mehrere Detonationen zu hören. Denn die Polizisten benutzten Blendgranaten um den Mann zu überwältigen. Der Mann leistete zudem keinen Widerstand gegen seine Verhaftung. Er war sich seiner ausweglosen Lage offensichtlich inzwischen bewusst geworden.

Motiv bisher unbekannt

Wie „Politika“ berichtet, soll der Täter ersten Aussagen der befreiten Fahrer nach lautstark verkündet haben, „er hätte eine Botschaft von Allah erhalten und müsse sofort angreifen, sonst werde er angegriffen“. „Danas“ wiederum verweist auf die bisherigen Stellungnahmen der Behörden.

Demnach machte die deutsche Polizei bisher noch keine Aussagen zur Motivation des Täters. Auch über seine psychische Verfasstheit ist zur Stunde noch nichts bekannt. Wie die deutsche Polizei jedoch über Twitter nach der Verhaftung mitteilte, konnte man beim Täter bisher keine Waffe finden. Dies berichtet „N1“.

Tatsächlich reichen die Spekulationen von einer politisch-extremistischen Motivation bis hin zu einer psychischen Störung. Oder gar einer Überschneidung von beiden.

So hatte etwa erst vor wenigen Tagen in Deutschland ein Mann einen Tankstellenkassierer niedergeschossen, da dieser in aufgefordert hatte, in der Tankstelle eine Maske zu tragen. Der geständige Täter gab als Motiv an, dass ihn „die Coronalage extrem belastet“ hätte.

Was meint Ihr, welche Motive der Mann hatte? Schreibt es uns in die Kommentare.

Quelle: politika.rs / danas.rs / rs.n1info.com

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