Heute begehen wir Miholjdan

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Kyriakos lebte lange Zeit als Einsiedler
Foto: Wikipedia

Heute feiert die serbisch-orthodoxe Kirche Miholjdan, den Feiertag des heiligen Kirjak. Kirjak, auf Deutsch Kyriakos, war ein Mönch aus dem späten 5. Jahrhundert. Bereits zu seinen Lebzeiten galt er als einer der wichtigsten Förderer und Verbreiter des Christentums.

Ursprünglich stammte er aus Korinth, aber nach einem intensiven Studium der heiligen Schrift zog es ihn nach Jerusalem. Dort wollte 466 n.Chr. in die Mönchsschule des Euthymios eintreten. Dieser wies ihn aber ab. Denn mit 15 Jahren war Kyriakos eindeutig zu jung, um sich schon für ein Leben hinter Klostermauern zu verpflichten.

Seinem Willen tat dies freilich keinen Abbruch.

Er ging daraufhin zu Gerasimos, einem anderen in Palästina lebenden Heiligen, und wurde dessen Schüller. Später, als dieser verstorben war, konnte er auch wieder seinen ursprünglichen Plan aufnehmen und zu Euthymios wechseln.

Im Jahr 486 konnte Kyriakos schließlich die Priesterweihe erhalten. Er wollte sich jedoch nicht zu sehr der Predigt widmen, sondern sich allein und in Einsamkeit auf die Suche nach Erkenntnis und Gott machen.

Er suchte die Einsamkeit, um zu Gott zu finden

Daher zog es ihn in die verschiedenen Einsiedeleien, welche damals in Palästina existierten. Lediglich für die Irrlehre des Nonnos, eines frühchristlichen Häretikers konnten ihn seine früheren Mönchsbrüder nochmals für eine Rückkehr in die menschliche Gemeinschaft bewegen.

Seine letzten Lebensjahre verbrachte er dann aber wieder als Greis in einer Höhle, fernab der menschlichen Zivilisation, lediglich umgeben von anderen einsiedelnden Mönchen des Orderns des heiligen Chariton. Dort starb er der Überlieferung nach im hohen Alter von 109 Jahren.

In Serbien sehen viele den heutigen Tag als den Beginn des Herbstes an. Der Name des Feiertags geht jedoch auf den Erzengel Michael zurück. Wie der orthodoxe Kirchenkalender besagt, weihten die frühen Christen an diesem Tag eine Basilika mit seinem Namen in der Nähe von Rom. Auch eine Überlieferung aus dem Volksglauben verweist auf die Herkunft des Namens. Denn die warmen Tage, welche im Oktober nochmals kommen können, werden bei uns als Sankt-Michaels-Sommer bezeichnet.

Die heilige Kyriakos gilt weiterhin als Beschützer vieler serbischer Haushalte. Wir gratulieren daher jedem, der heute Slava feiert.

Feiert jemand von Euch heute oder ist jemand auf eine Slava eingeladen? Lasst es uns wissen und schreibt es uns in die Kommentare.

Quelle: radiodunav.com

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