Heute feiern orthodoxe Serben die heiligen Makkabäer

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Die sieben Makkabäer blieben ihrem Glauben treu
Foto: sr.wikipedia.org/anonimus

Am heutigen Tag feiert die serbisch-orthodoxe Kirche gleich sieben Heilige auf einmal. Es geht um die sieben heiligen Makkabäer.

Bei ihnen handelt es sich um sieben Brüder aus dem 2. Jahrhundert v. Chr., also um eine Zeit lange vor Jesu Geburt. Laut dem Alten Testament nahm der seleukidische Herrscher Antiochius IV Epiphanes die sieben zusammen mit ihrer Mutter Salome gefangen, weil sie ihrem Glauben abschwören sollten. Zum Beweis wollte er sie zwingen, Schweinefleisch zu essen. Im jüdischen Glauben, welcher Schwein als unkoscher bezeichnet, wäre dies eine große Sünde gewesen.

Eine andere Version besagt, dass die sieben Makkabäer ihrem Gott entsagen und dafür einer Statue des griechischen Gottes Zeus in Jerusalem huldigen sollten. Der älteste der Sieben sagte, dass sie alle dies niemals tun würden. So befahl der grausame Herrscher ihm die Zunge rauszuschneiden, ihn lebendig zu häuten und ihm die Gliedmaßen abzuschneiden, alles direkt vor den Augen seiner entsetzten Geschwister und seiner Mutter. Zudem ließ Antiochius eine riesige Pfanne mit heißem Öl anheizen, in welcher er den Unglücklichen warf.

Als der erste tot war, befahl der König mit dem nächsten genauso zu verfahren. Aber keiner wich vom Glauben ab, so dass sie alle einen grausamen Tod als Märtyrer sterben mussten.

Die Mutter der Sieben musste dem perversen Schauspiel die ganze Zeit zuschauen, aber stoisch und voller Glauben ertrug sie den Anblick. Was am Ende mit ihr geschah, bleibt unklar. Im alttestamentarischen Zweiten Buch der Makkabäer wird ihr Ende nicht geklärt. Der jüdische Talmud hingegen sagt, dass sie sich nach dem Tod ihrer sieben Söhne das Leben nahm, indem sie von einem Dach in die Tiefe sprang.

Antiochius IV hatte es aber nicht geschafft, ihren Glauben zu brechen.

Die Reliquien der sieben Makkabäer und ihrer Mutter werden übrigens in der St.-Andreas-Kirche in der deutschen Stadt Köln aufbewahrt. Die Kirche gehört dem Dominikanerorden, was auch davon zeugt, wie wichtig diese vorchristlichen Heiligen auch für katholische Christen sind.

In Serbien gibt es am heutigen Tag keine besonderen Volksbräuche. Man sagt lediglich, dass heute gekochte Gerichte und Speisen mit Basilikum, „einer Pflanze Gottes“, gewürzt werden sollten. Auch soll heute ein guter Tag sein, um die Pflanze im Garten anzupflanzen.

Kanntet Ihr die Geschichte der sieben Makkabäer? Schreibt es uns in die Kommentare.

Quelle: pink.rs

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