Heute gedenken die Gläubigen den Märtyrern Vakho und Srđ

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Die heiligen Sergije und Vakho
Foto: pravoslavnacrkva.ch

Bei Srđ bzw. Sergije und Vakho, wie sie bei uns heißen, handelte es sich um zwei römische Adlige am Hofe des Kaisers Maximius.

Er schätzte die beiden sehr. Denn sie hatten sich in der römischen Armee verdient gemacht und viele Schlachten für ihn geschlagen.

Als er jedoch gewahr wurde, dass die beiden vom heidnischen Glauben abgefallen waren und nun zu Christus beteten, verwandelte sich seine Zuneigung zu ihnen in blanken Hass.

Er wollte sie dazu zwingen, den alten Göttern ein Opfer darzubringen. Aber die beiden Freunde weigerten sich. Daraufhin befahl er ihnen, ihre Uniformen auszuziehen und Frauenkleider anzulegen.

Zusätzlich ließ er ihnen schere Eisenkragen um die Hälse legen. Anschließend wurden sie vor dem versammelten Volk durch Rom geführt. Diese Demütigung reichte dem Kaiser jedoch nicht.

Engel brachten ihre Seelen ins Himmelreich

Er schickte sie nach Kleinasien zu seinem Stellvertreter Antiochius für weitere Folter und Qualen.

Dieser warf den Sergije als erstes ins Gefängnis und versuchte den Vakho von seinem Glauben abzubringen. Aber Vakho widerstand standhaft. Daraufhin ließ Antiochius foltern, bis sein Körper geschunden und zerbrochen darniederlag.

Aber was sahen die umstehenden Soldaten? Aus dessen Körper entwich die Seele des Märtyrers. Und von Engeln getragen entschwand sie in den Himmel.

Antiochius hatte aber nicht genug. Er holte Sergije aus seiner Zelle. Für ihn hatte er sich etwas besonders Grausames ausgedacht. Die Füße des Unglücklichen ließ er mit eisernen Nagelschuhen versehen, so dass ihm jeder Schritt furchtbarste Qualen bescherte.

Dann ließ er ihn durch die Stadt laufen, damit das Volk ihn verhöhnen konnte. Schließlich ließ Antiochius auch diesen Märtyrer durch einen Schwerthieb töten.

Aber auch in seinem Fall geschah etwas Wunderbares. Denn auch seine Seele löste sich von seinem Körper und wurde vor den Augen aller Anwesenden in Gottes himmlisches Reich gebracht.

Srđevdan wird in Serbien gerne mit besonders üppigen Festmahlen gefeiert. Allerdings gibt es die Ausnahme, dass der Feiertag dafür weder auf einen Mittwoch noch auf einen Freitag fallen darf. Da er dieses Mal auf einen Mittwoch fällt, sollten Gläubige heute also fasten.

Besondere Verehrung erfahren die beiden Märtyrer übrigens in Mileševa. Im dortigen Kloster finden sich auch viele Fresken, welche die Sergije und Vakho darstellen.

Wir wünschen allen, die heute Slava feiern, einen frohen Srđevdan!

Quelle: spc.rs

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