Heute gedenkt die Kirche der Enthauptung des Johannes

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Die Enhthauptung von Johannes dem Täufer
Foto: SPC

Heute ist ein ganz besonderer Feiertag für gläubige Serben. Denn heute ist der Gedenktag für Johannes den Täufer.

Der heilige Johannes wird auch „der Vorläufer“ genannt. Dies geht darauf zurück, dass er die Ankunft des Messias, Jesus Christus, ankündigte.

Das Lukasevangelium erwähnt, dass Johannes der Sohn des Priesters Zacharias und der Elisabet war. Geboren wurde er in Judäa unter der Herrschaft des Königs Herodes und somit in der Zeit zwischen 38 v. Chr. und 4 n. Chr.

Auch berichtet der Evangelist, dass Johannes im 15. Jahr der Herrschaft des Kaisers Augustus mit seinem öffentlichen Wirken begann. Er predigte in der Wüste von Judäa, in Bethanien und an anderen Orten. Auch begann er öffentlich zu taufen. Zudem lebte er in Askese und in ständigem Fasten. Inhaltlich ging es in seinen Predigten, um die unmittelbar bevorstehende Ankunft des Erlösers.

Er predigte und taufte Christus

Auch Jesus ließ sich von ihm taufen. Als dies geschah, riss der Überlieferung nach der Himmel auf und der Heilige Geist kam in Form einer weißen Taube hernieder.

Eine Stimme erschallte und sprach die Worte „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.“ Dadurch erkannte auch Johannes, wenn er gerade getauft hatte.

Die moderne Wissenschaft geht übrigens ebenfalls davon aus, dass der historische Johannes Jesus taufte. Darüber hinaus nimmt sie aber auch an, dass die Begegnung zwischen beiden länger dauerte, als in der Bibel beschrieben. Möglicherweise gehörte Jesus sogar eine Zeitlang zu Johannes Anhängern. Denn auch diesem folgten viele Menschen.

Aufgrund von Johannes wachsender Bekanntheit erregte er den Zorn des galiläischen Königs Herodes Antipas. Mehr noch. Als Herodes seine erste Frau Phasaelis verstieß, um die Herodias, die Frau seines Halbbruders zu heiraten, kritisierte ihn Johannes in aller Öffentlichkeit.

Dies war für den grausamen König zu viel. Er ließ den Prediger ins Gefängnis werfen. Wie die Evangelisten berichten, wollte Herodias Tochter dann seinen Tod.

Auf Herodes Geburtstag tanzte sie für ihren Vater und seine Gäste. Als er ihr eine Belohnung anbot, wünschte sie sich den Kopf von Johannes als Wiedergutmachung für die erlittene Schmach ihrer Mutter. Nach der Hinrichtung erhielt sie sein Haupt auf einem Silbertablett dargereicht.

Der Name der Tochter wird nicht in den Evangelien genannt. Aber nach römischen Quellen hieß sie wahrscheinlich Salome.

Sein Kopf ruht heute in Frankreich

Die Anhänger des Johannes begruben seinen Leichnam später in Samaria. Sein Kopf jedoch fand seinen Weg als Reliquie bis nach Konstantinopel. Viele Jahre später gelangte er nach Frankreich, wo er die Unruhen der französischen Revolution überdauerte und bis heute in der Kathedrale von Amiens. Andere Reliquien, so z.B. sein Unterarm, befinden sich in Istanbul.

Der heutige Tag gebietet strenges Fasten von Gläubigen. Auch sollten jegliche roten Speisen gemieden werden. Denn Rot erinnert an die Farbe des Blutes. Im Volksglauben geht man zudem davon aus, dass heute ein guter Tag ist, um Heilkräuter zu pflücken.

Natürlich werden auch viele Messen an diesem hohen Feiertag gefeiert.

Übrigens ist der heutige Tag auch der Geburtstag des seligen Patriarchen Pavle. Dieser erblickte vor 107 Jahren das Licht dieser Welt.

Was macht Ihr am heutigen Tag? Schreibt es uns in die Kommentare.

Quelle: sr.wikipedia.org

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