In Budva wollen sie unsere Flagge nicht

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In Budva verurteilte man die serbische Flagge
Foto: Piksabej

Gestern am Tag der serbischen Einheit, Freiheit und der serbischen Flagge feierten viele Serben weltweit ihre Heimat und Herkunft. Aber das gefiel nicht jedem. Schon gar nicht in unserem krisengeschüttelten Nachbarland Montenegro, wie jetzt bekannt wurde.

So hatte man den Hauptboulevard der Küstenstadt Budva mit Flaggen und Fahnen geschmückt. Es war ein toller Anblick. Aber natürlich wollte sich das Đukanović-Lager diesen Tag der Freude nicht gefallen lassen.

So verurteilte die Sozialdemokratische Partei Montenegros, die SDP, öffentlich die festliche Dekoration. Ihr örtlicher Parteivorsitzender Mihailo Đurović behauptete lautstark, dass das Hissen der serbischen Flagge „nur ein Dienst an den Behörden des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić und des offiziellen Belgrads“ sei. Für ihre Unterstützung sei den Verantwortlichen offensichtlich jede Idee Recht, „egal wie dumm“. Erwähnt werden muss an dieser Stelle, dass der Straßenschmuck offiziell vom Bürgermeisteramt und dem Stadtrat Budvas beschlossen worden war.

Phrasendrescherei für die Ehre Montenegros

Weiterhin sagte Đurović, dass Budva eine multiethnische Stadt und ein internationales Touristenziel ist. Als ob ausländische Touristen gewissermaßen allergisch auf die serbische Flagge reagieren würden. In den Straßen der Stadt könne man zudem jeden Tag dutzende verschiedene Sprachen hören. Die serbische Flagge wäre daher ein Symbol des Nationalismus, welchen die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung massiv ablehne.

„Die Königin des Mittelmeeres, eine zweitausend Jahre alte Stadt, geprüft von verschiedensten Kulturen und Völkern hat heute eine Regierung, welche jeden Tag neue Probleme schafft. Und die einzige Antwort dieser Regierung besteht darin, Vučićs Befehlen zu folgen und eine Atmosphäre der Spaltung entlang nationaler Grenzen zu schaffen.

Daher ist es höchste Zeit, dass die Bürger wieder ihr Mandat erhalten und eine ernsthafte und verantwortungsvolle Kommunalverwaltung aufbauen, welche die Budvaer und Budvaerinnen nicht spaltet, sondern vereint“, heißt es von Seiten der SDP.

Darunter wollte man es offensichtlich nicht machen.

Milos ehemalige Verbündete schauen nicht in den Spiegel

Zurecht kann man zudem einwenden, ob sich die Partei ähnlich „multiethnisch“ geäußert hätte, wenn die Straßen mit montenegrinischen Flaggen gesäumt gewesen wären. Mit Sicherheit nicht.

Wer die Sozialdemokraten übrigens nicht kennt, muss wissen, dass es sich bei ihnen um einen früheren Juniorpartner von Đukanovićs Sozialisten handelt. Diese führen seit den letzten Wahlen im Land permanente Rückzugsgefechte, nachdem sie aufgrund von Korruption, einem drohenden Staatsbankrott und nicht zuletzt dem Spielen der nationalen Karte von der Macht verdrängt wurden.

Man denke nur an die Ausschreitungen bei der Amtseinführung des serbisch-orthodoxen Metropoliten Joanikije im Kloster von Cetinje.

Alles in allem könnte man also auch sagen, dass getroffene Hunde bellen.

Was sagt Ihr zu diesen Anfeindungen? Und woher kommen wohl die meisten Touristen der Stadt? Schreibt es uns in die Kommentare.

Quelle: politika.rs

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