Kon befürchtet neue Corona-Maßnahmen ab nächster Woche

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Dr Predrag Kon befürchtet neue Maßnahmen im Kampf gegen Corona
Foto: Beta

Der Epidemiologe Dr. Predrag Kon erklärte in einem Interview des Fernsehsenders Pink TV zur aktuellen Lage im Kampf gegen Corona, dass durch die steigenden Infektionszahlen bereits in der nächsten Woche „ernste und restriktive Maßnahmen“ ergriffen werden müssten.

Man gehe bereits davon aus, dass die Anzahl der Neuinfektionen in wenigen Tagen wieder vierstellig sein könnten.

Auf die Frage, ob die Regierung neue Maßnahmen auch umsetzen werde, entgegnete Kon:

„Ich bin mir nicht sicher, ob dies passieren wird. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass der medizinische Teil des Krisenstabs darauf bestehen wird, um weiter gegen Corona zu kämpfen.“

Angesprochen auf die mögliche Aussetzung von Festivals, Hochzeiten und ähnlichen Veranstaltungen äußerte sich Kon dahingehend, bei einer Infiziertenzahl von 1.000 pro Tag, bereits genehmigte Veranstaltungen kaum abgesagt werden könnten. Man wolle dann aber besonders auf die Einhaltung von notwendigen Regeln achten.

„Was extrem verschärft werden könnte, sind jene Kontakte, über welche am meisten die Übertragung des Coronavirus stattfindet. Das betrifft das Nachtleben, öffentliche Musik, also alles, was junge Leute in dieser Jahreszeit am meisten begeistert. Auch ist es klar, dass es Beschränkungen bei den Arbeitszeiten geben muss. Das ist alles extrem unbeliebt. Ich bezweifle daher, dass es so beschlossen wird“, so Kon.

Auch zur neuerlichen Ausbreitung des Coronavirus bezog Kon Position. Es sei klar, dass bestehende Maßnahmen gegen Corona nicht eingehalten würden. Dabei seien die Reiserückkehrer aus den Sommerferien unerheblich. Es ginge vor allem um das Verhalten der Menschen zuhause.

Jeder trägt Verantwortung, um die Seuche einzudämmen

Wie er betonte, sei es vor allem unverantwortlich und inakzeptabel, dass niemand Masken im öffentlichen Nahverkehr trage.

Derweil warnen Experten, dass die bisherigen Impfstoffe nur mit Einschränkungen gegen die neuartige Deltavariante des Coronavirus wirken würden. Diese Virusvariante gilt als aggressiver und ansteckender als der ursprüngliche Virus. Dennoch würden geimpfte Personen, falls sie sich überhaupt ansteckten, einen weitaus leichteren Krankheitsverlauf entwickeln als ungeimpfte.

Auch bei ebenfalls neuen Lambdavariante gehen die Meinungen in diesen Fragen auseinander. Lambda ist gegenwärtig aber in Europa noch nicht sehr verbreitet, so dass die Hauptsorge des Krisenstabs sich vor allem auf die Deltavariante richtet.

Bedeutet dies, dass wir den restlichen Sommer nur im eigenen Garten verbringen werden? Werden wir auch noch einen neuen Lockdown miterleben? Schreibt uns Eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: politika.rs

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