Kostic: Die Politik hat das Leben in Serbien aufgefressen

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Photo: Wikipedia Commons / Marcin Szala

 „Die Politik hat Leben in Serbien aufgefressen“, erklärte in einem Gespräch für die Agentur Tanjug der Präsident der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste (SANU) Vladimir Kostic, der dazu bemerkt, dass Serbien zu einer gesellschaft latenter Feindlichkeit geworden ist, und dass der politische Diskurs so geworden ist, dass Dialog und Polemik bedeuten, dass man den Gegner „zertrampeln“ muss.

Weiter sagte er, die ganze Zivilisation sei in einer globalen Konfusion. „Dies ist nicht nur unsere Privilegie, jedoch sind wir wegen der historischen Gegebenheiten, der politischen Betrüge und wegen allen Dingen, die wir in den letzten Jahrzehnten durchgemacht haben, noch leichter verwundbar, denn ohne Klare Orientierungspunkte haben wir uns mit Mythomanie, Mythologemen, Selbstannullierung umkreist und sind eine Gesellschaft ohne Gesellschaft geworden“, sagte Kostic.

Er meint, wir hätten keine Öffentlichkeit, und alle Menschen seien atomisierte Einzeleinheiten, die um die Grundexistenz kämpfen, auf Arten und Weisen die ihnen zugänglich sind.

Was die SANU angeht, sagte er, man werde die 175 Jahre ihres Bestehens dieses Jahr nicht mit einem großen Fest, sondern mit einer Reihe von Aktivitäten feiern.

 

„Wir werden uns mit konkreten Fragen der Gesellschaft befassen, um zu zeigen, dass wir nicht nur Geschichte und Erinnerungen heraufbeschwören, sondern dass die Akademie heute neue Erinnerungen machen will“, sagte Kostic.

Quelle: Tanjug

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