Kurti verweigert Einblick in Archive und bestätigt damit ihre Existenz

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Kurti räumt indirekt die Existenz der UCK-Archive ein
Foto: AP

Jetzt also doch. Vor wenigen Tagen behauptete Agim Çeku noch lauthals, dass es keine Archive der Terrororganisation UÇK gibt. Jetzt kommen neue Signale aus Priština. Diese sind aber nicht minder provokant.

Denn beim Treffen der deutschen Kanzlerin Angela Merkel mit Regierungschefs aus der Region äußerte sich jetzt auch der „Ministerpräsident“ der „Republik Kosovo“, Albin Kurti“ zu diesem Thema.

Separatisten verweigern Aufklärung

Er sagte, dass die „Regierung“ des Pseudo-Staats keine Bereitschaft habe, in dieser Angelegenheit mit den serbischen Institutionen zusammenzuarbeiten.

Wortwörtlich äußerte er sich folgendermaßen: „Wer hat gesagt, dass die UÇK-Archive geöffnet werden? Wann habe ich dies behauptet? Das habe ich nicht. Wenn es einen Ort gibt, an welchem Archive geöffnet werden sollten, dann ist es Serbien!“

Mit anderen Worten: Er hat also eingeräumt, dass es Akten und Archivmaterial der Terroristen gibt. Freilich will er es nur nicht freigeben. Damit widersprach er nicht nur seinen eigenen früheren Aussagen, sondern auch jenen Çeku, welcher ja behauptete, dass es nichts gäbe. Seine übliche Hetze gegen Serbien kann man dabei getrost außer Acht lassen. Das ist alles nichts substantiell Neues.

Wichtig ist nur, dass man sich anscheinend in Priština zunehmend in den eigenen Lügen und Unwahrheiten verheddert.

Von den besagten Archiven in Priština erhofft man sich Aufklärung über das Schicksal der bis heute im Kosovo vermissten Serben.

Es wäre aber verwunderlich, wenn Kurti in seiner Verbalakrobatik bei dem Archiv-Thema halten machen würde.

Kurti will bald Klage wegen Völkermord

Denn abseits dessen drohte er auf dem Treffen abermals damit, dass die Separatisten eine Klage wegen Völkermord gegen Serbien vorbereiten würden. Dies ist freilich nichts Neues. Und Serbien ist gegen einen solchen Schritt gewappnet. Auch scheint Kurti noch nicht so ganz bewusst zu sein, dass sein Pseudo-Staat aufgrund der fehlenden völkerrechtlichen Anerkennung gar keine Klage dieser Art einreichen kann.

Dies wäre aber nur möglich, wenn ein anderes Land dies in seinem Namen tun würde. Es hieß immer, dass vielleicht Albanien als enger Verbündeter einen solchen Schritt gehen würde. Aber auch hier bröckelt die Front. Denn Albaniens Premier Edi Rama will gute Beziehungen zu Serbien, vor allem auch wegen des Projekts „Offener Balkan“, an welchem Tirana beteiligt ist.

Davon hält aber wiederum Kurti nichts. Denn ohne die unverschämte Forderung, dass Serbien die „Republik Kosovo“ anerkennen soll, lehnt er den „offenen Balkan“ generell ab. Damit vergrault er sogar Rama, der sich schon mehrfach kritisch zu Prištinas mangelnder Kooperationsbereitschaft äußerte.

Kurti will sich stattdessen bei der Europäischen Union lieb Kind machen. Daher rührt auch jetzt seine Behauptung der „offene Balkan“ widerspreche dem „Berliner Prozess“, dem EU-gelenkten Kooperationsprojekt in unserer Region. Es fehlen einem einfach die Worte.

Werden die Separatisten letztendlich nachgeben und ihre Archive öffnen? Sollte Serbien vielleicht mehr Druck auf Albanien ausüben, um derlei Geplänkel aus Priština zu unterbinden?

Schreibt uns Eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: novosti.rs

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