Lockerungen der Einreisebestimmungen nach den Feiertagen?

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Loncar bei Pressekonferenz
Foto: Tanjug

Bis zum 10. Januar gelten die verschärften Einreisebestimmungen. Ausländer, die nach Serbien reisen, müssen an der Grenze oder am Flughafen zwingend einen negativen PCR-Test vorlegen. Der Test darf nicht älter als 48 Stunden sein.

Serbische Bürger und Ausländer mit einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung müssen, sofern sie über keinen Test verfügen, für zehn Tage in Quarantäne. Ein Test kann aber in der Zeit nachgeholt werden.

Die Frage ist, wie es denn nun nach dem 10. Januar weitergehen soll.

Gesundheitsminister Zlatibor Lončar will sich noch nicht festlegen. Auch ob die bisherigen Maßnahmen in der nächsten Woche erneut verschärft werden sollen, ist derweil durchaus im Bereich des Möglichen.

Nach Aussage Lončars hängt dies vollkommen von der epidemiologischen Lage in Serbien ab.

So spart er auch nicht an neuerlichen Appellen an die Bürgerinnen und Bürger, sich auch weiterhin an die entsprechenden Maßnahmen und insbesondere an die Hygieneregeln zu halten.

Weitere Informationen gibt es derweil nicht. Die Begründung des Gesundheitsministers: Man wolle bei der Bevölkerung nicht für noch mehr Verwirrung stiften.

Dies erscheint angesichts des bisherigen Umgangs mit der Corona-Pandemie doch als zumindest fragwürdig. Denn bis in den Dezember hinein, hatte der zuständige Krisenstab fast im Wochentakt neue Maßnahmen beschlossen oder die bestehenden abgeändert.

Maßnahmen abhängig von Fallzahlen

Jetzt will der Gesundheitsminister die Entwicklung der neuen Fallzahlen abwarten.

„Nur auf dieser Grundlage werden Maßnahmen ergreifen. Es ist nicht unsere Absicht, jemanden zu belästigen oder das Reisen zu erschweren. Für uns stehen der Schutz der Bürger und die Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems an erster Stelle“, so Lončar gegenüber Journalisten.

Er betonte: „Es hängt von uns allen ab. Wenn wir gemäß der Empfehlungen handeln, werden wir bessere Ergebnisse erreichen und die Maßnahmen lockern können.“

Gegenwärtig können die erfassten Neuinfektionen allerdings kein klares Bild der Lage abgeben, denn in der Ferienzeit würden weitaus weniger Menschen zum Arzt gehen und sich testen lassen. Erst nach den Feiertagen ließe sich die reale Verbreitung genau erfassen und entsprechend auf diese reagiert werden.

Impfungen laufen langsam an

Derweil laufen die landesweiten Impfungen an. Allerdings haben bisher lediglich 7.000 Personen den Impfstoff erhalten. Nach Lončar befänden sich unter ihnen ca. 3.000 Bewohner von Pflegeeinrichtungen sowie 4.000 Angehörige des Gesundheitspersonals. Bis Ende der Woche sollen zudem 3.000 weitere Personen hinzukommen.

Der Minister gab zudem bekannt, dass der staatliche Impfplan fertig entwickelt sei und inzwischen 95 Prozent der Impfdosen an die zuständigen Gesundheitszentren verteilt wurden.

Lončar verwies dabei nicht ohne Stolz darauf, dass es viele Länder gäbe, die in Bezug auf die Corona-Impfungen nicht so gut wie Serbien organisiert seien.

Er machte jedoch klar, dass Serbien schnellstmöglich die Corona-Einschränkungen in der Wirtschaft beenden und zu einem normalen Arbeitsalltag zurückkehren müsse. Es sei daher unabdingbar, so viele Menschen wie möglich zu impfen. Nur so könne das Wirtschaftsleben wieder in normale Bahnen kommen.

Dies sei eine schwierige Aufgabe für das Gesundheitssystem.

Werden die Maßnahmen schon nächste Woche gelockert oder wird es zu neuen Verschärfungen kommen? Schreib uns Eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: novosti.rs

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