Macron fordert Kompromiss zwischen Belgrad und Priština

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Kurti und Macron bei Pressetermin
Foto: EPA-EFE/Ian Langsdon

Der französische Präsident Emmanuel hat sich zum festgefahrenen „Dialog“ zwischen Serbien und den Separatisten im Kosovo geäußert.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Albin Kurti, dem „Präsidenten“ der „Republik Kosovo“, forderte er von beiden Parteien, sich als gute Europäer zu benehmen. Dementsprechend könne nur eine Kompromisslösung die verfahrene Situation zwischen Belgrad und Priština befrieden. Allein auf diesem Wege sei eine europäische Zukunft für beide möglich, so der französische Staatspräsident.

Allerdings ergänzte Macron diese hoffnungsvolle Botschaft gleich mit einem Satz, welcher das vorher Gesagte wieder ein Stück weit relativiert.

Denn er betonte im Anschluss, dass die Europäische Union ein besonderes Interesse am Kosovo habe. Welches ließ er freilich aus. Er versprach jedoch, dass Frankreich sich dafür einsetzen wolle, „das Land voranzubringen“.

Dies ist natürlich ein Affront an die serbische Seite. Frankreich hat die sogenannte Republik Kosovo zwar als unabhängigen Staat anerkannt. Eine solche Aussage steht jedoch diametral den Anliegen der serbischen Seite entgegen. Und ein Dialog, so ist es ja bekanntlich Sinn der Sache, sollte auf Augenhöhe geführt werden.

Stattdessen hat der französische Präsident mit seinen Worten Priština den Rücken gestärkt und Serbien ein stückweit bloßgestellt. Denn Serbien wird unter keinen Umständen eine staatliche Souveränität Kosovos anerkennen.

Beim letzten persönlichen Aufeinandertreffen von Serbiens Präsidenten Aleksandar Vučić und Albin Kurti in Brüssel wäre es denn auch deshalb beinahe zum Eklat gekommen. Denn die Albaner wollten über nichts verhandeln und forderten stattdessen nur Serbiens Anerkennung ihres Parastaates.

Allein der geschickten serbischen Diplomatie war es zu verdanken, dass die Gespräche nicht bereits abgebrochen wurden, bevor sie überhaupt begonnen hatten.

Was haltet Ihr von Macrons Aussagen? Schreibt es uns in die Kommentare.

Foto: EPA-EFE/Ian Langsdon

Quelle: politika.rs

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