Madeleine Albright verlangt stärken US-Druck auf Serbien

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Maeleine Albright bei Vortrag
Foto: EPA-EFE / Radek Pietruszka

Bei der gestrigen Sitzung des außenpolitischen Ausschusses des US-amerikanischen Repräsentantenhauses ging das Wort auch an Madeleine Albright. Die frühere Außenministerin sprach dabei über die amerikanisch-serbischen Beziehungen.

Albright forderte von der zukünftigen Regierung um Joe Biden einen harten Kurs gegenüber Serbien.

Die USA müssten dem Land klar machen, dass es nicht in die EU könne, wenn es weiterhin so verfahre, wie es dies tue. Amerika verfüge über die politischen und wirtschaftlichen Mittel verfüge, um den Weg Serbiens zu beeinflussen, so Albright.

Auf die Frage, wie die USA wieder eine größere Rolle auf dem Balkan spielen könnten, äußerte sich Albright mit klaren Worten. Nicht zuletzt unter dem Eindruck der Verhandlungen zwischen Belgrad und Priština sehe sie, dass nicht jeder Serbe mit der Politik und den Schritten von Aleksandar Vučić einverstanden sei.

„Wenn wir sagen, wofür die US-Regierung steht, dann hat das Gewicht. Ein wichtiger Teil unserer Aufgabe Aufgaben ist es, ihnen klar zu sagen, dass sie nicht Teil der EU werden können, wenn sie weiterhin, das tun, was sie tun. Amerika muss klar zeigen, was es von den serbisch-amerikanischen Beziehungen erwartet.

Albright sieht „nicht nur Negatives“ in Serbien

Wir müssen verstehen, dass es in Serbien Kräfte gibt, die bessere Beziehungen mit den Vereinigten Staaten wünschen. Nicht alles in Serbien ist negativ. Sie wollen anders behandelt werden, und wir haben die wirtschaftlichen und diplomatischen Instrumente, um dies zu beeinflussen“, so die inzwischen 83-jährige.

Albright, die während des Kosovokrieges offen für die Terroristen der UÇK eintrat, ist für ihre ablehnende Haltung gegenüber Serbien bekannt. Ihre jetzigen Aussagen dürften jedoch auch in Brüssel, Berlin und Paris aufhorchen lassen. Denn dass die amerikanischen Interessen zunehmend von den europäischen auf dem Balkan abdriften ist, spätestens nach der Vorladungen von Thaçi und seinen Helfershelfern nach Den Haag, mehr als augenscheinlich.

Albrights mehr oder minder offene Drohung gegenüber Serbien und die Einmischung in die Angelegenheiten der EU dürften zudem das genaue Gegenteil von dem bewirken, was sie will: Nämlich Serbien nach amerikanischen Spielregeln dazu zu zwingen, endlich einen unabhängigen Staat Kosovo anzuerkennen.

Wie steht Ihr zu Albrights Aussage? Wie viel Einfluss haben die Amerikaner heute tatsächlich bei uns? Schreibt es uns in die Kommentare!

Quelle: politika.rs

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