Medien in der EU: Peking macht Serbien zu seinem Trojanischen Pferd für Einfluss in Europa

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China's President Xi Jinping and his wife Peng Liyuan wave as they arrive for an official two-day state visit, at Nikola Tesla Airport in Belgrade, Serbia, May 7, 2024. REUTERS/Marko Djurica

Chinesischer Präsident Xi Jinping ist in Belgrad, um die „Neue Seidenstraße“ zu erhalten, da Serbien einer der Hauptstützpunkte für Chinas Einfluss in Europa ist – bewerten die EU-Medien, die darauf hinweisen, dass Pekings Ziel darin besteht, eine langfristige Strategie für „die Vorbereitung Chinas auf die postamerikanische Zukunft Europas“ aufrechtzuerhalten.

Darauf weist besonders die italienische Tageszeitung „Corriere della Sera“ hin, die sagt, dass „Xi Jinping glaubt, dass die Festigkeit der transatlantischen Allianz nicht garantiert ist… und er hat wahrscheinlich in einigem recht.“

Alle Kommentatoren weisen auf das derzeit unüberwindbare Problem der EU hin – das enorme Handelsdefizit mit China und das Zurückbleiben bei der Entwicklung hochmoderner Technologien.

Die deutsche Zeitung „Die Zeit“ schreibt, dass die Gedenkfeier zum 25. Jahrestag der NATO-Bombardierung der chinesischen Botschaft in Belgrad „beeindruckende Bilder“ für das Publikum in China produzieren wird, aber auch für die gesamte „globale Süd“-Welt außerhalb des Westens, um auf die „Heuchelei“ der von den USA geführten NATO hinzuweisen.

Der französische Wirtschaftstageszeitung „Les Échos“ denkt sogar, dass „Peking Serbien in seinen ‚Trojanischen Pferd‘ für Einfluss in Europa verwandelt“ und führt an, dass China bereits über Serbien erheblich in die „neue Seidenstraße“ investiert hat.

„China sieht Serbien eindeutig als Zentrum für seine Investitionen und seinen Einfluss auf dem alten Kontinent… und erwartet von Belgrad aus dieser fünfzehnjährigen strategischen Partnerschaft wertvolle finanzielle Unterstützung sowie dass China der ‚dritte Pfeiler‘ seiner Außenpolitik zwischen der Europäischen Union und Russland wird“.

(NSPM)

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