Neue Spannungen: Serbiens Außenministerium schickt Protestnote an Kroatien!

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Das Außenministerium Serbiens hat dem kroatischen Botschafter in Belgrad Gordan Markotić eine Protestnote wegen der Beleidigungen eingereicht, welche der kroatische Chefdiplomat Miro Kovač gegen Serbien geäußert hatte. Das Außenministerium ist der Ansicht, dass es nicht korrekt ist, dass kroatische Offizielle serbische Gesetze als „historische Perversion“ bezeichnen oder sagen, Serbien sei das „Land, aus welchem Pläne für die Krieg der Neunziger“ stammen. Es heißt, dass die Zurückhaltung Kroatiens von solchen Erklärungen zur Verwöhnung und zu guten nachbarlichen Beziehungen beitragen würde.
 
Das Ministerium erinnerte auch daran, dass es in Kroatien fast täglich zu nationalistischen Zwischenfällen kommt, und dass man Hassreden benutzt, welche bei den Angehörigen der serbischen Minderheit ein Gefühl der Bedrohung hervorruft. Das sei ebenfalls eine direkte Folge der Tatsache, dass die kroatischen Organe diese Zwischenfälle nicht entsprechend sanktionieren und öffentlich verurteilen.
 
Weiter besteht besondere Sorge wegen der Teilnahme des Ustascha-verherrlichenden Sängers Marko Perković Thompsons an einem Seminar in einer katholischen Schule in Šibenik, wo seine Songs gespielt wurden, die Ustascha und das KZ Jasenovac feiern, in welchem im Zweiten Weltkrieg bis 700.000 Serben, Roma und Juden ermordet wurden.
 
Botschafter Markotić und das Ministerium waren sich einig, dass man nach der Bildung der neuen Regierung Serbiens Gespräche über offene Fragen intensivieren sollte.
 
Quelle: Tanjug

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