Neue Vermutungen im Fall der Familie aus Aleksinac

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Seit Fünf Tagen fehlt jede Spur von der Familie
Foto: Kurir/Marko Smiljković

Seit nunmehr fünf Tagen fehlt jede Spur von ihnen. Goran Đokić, seine Frau Gordana und die 25-jährige Tochter Lidija aus Aleksinac verschwanden Sonntagnacht und niemand hat sie seitdem gesehen.

Ein letztes Lebenszeichen stammt von einer Überwachungskamera an einem Waschsalon in Aleksinac. Dort fuhr die Familie in ihrem Passat vorbei, nachdem sie die Großmutter von Tochter Lidija im Dorf Moravac besucht hatten. Aber zuhause kam die Familie niemals an.

Verwandte verständigten nach einigen Tagen des Bangens und Wartens die Polizei. Aber auch diese fand bisher keine Spur.

Das führt natürlich zu allerlei Spekulationen. Manche sind abwegiger, manche plausibler.

Tatsächlich scheint zumindest eine Vermutung in eine realistische Richtung zu zeigen.

Sechsstelliger Euro-Betrag verliehen

Denn der 57-jährige Wechselstubenbesitzer soll angeblich einer bisher unbekannten Person eine Summe von 100.000 Euro geliehen haben. Ein solch gewaltiger Geldbetrag lässt denn auch eine kriminelle Tat naheliegend erscheinen.

Die Zeitung „Kurir“ stützt sich bei ihren Informationen auf eine polizeiinterne Quelle:

„Laut der Quelle hat Goran einem Mann etwa 100.000 Euro plus Zinsen geliehen. Dieser Mann konnte die Summe angeblich nicht zurückzahlen. Die Ermittlungen gehen daher in die Richtung, dass dieser Schuldner sie möglicherweise entführt hat. Sie könnten aber auch einen Unfall erlitten und in einen Abgrund gefahren oder in den naheliegenden Bovan-See gefahren sein könnten. Außerdem besteht auch die Möglichkeit, dass sie aus Angst vor dem Schuldner irgendwohin geflüchtet sind.“

Laut den Ermittlern hatte der Familienvater keine bekannten Kontakte zum kriminellen Milieu. Auch war er früher weder erpresst noch sonst in irgendeiner Weise bedroht worden. Daher muss natürlich auch die Theorie über den Schuldner nicht stimmen.

„Goran war früher das Ziel von Dieben. Aber etwas Ähnliches wie jetzt ist noch nie passiert. Alle Kameras in Aleksinac wurden jetzt nicht nur die besagte Nacht, sondern auch in Bezug auf die vorangegangenen Tage überprüft. Es gibt inzwischen sogar Vermutungen darüber, wo sein Passat in etwa verschwunden sein muss“, so die Polizeiquelle.

Ermittlungen in Aleksinac ausgeweitet

Inzwischen haben die Behörden aber auch ihre Suche ausgeweitet. Zudem werden die Grenzübergänge verstärkt kontrolliert. Auch suchen die Einsatzkräfte verstärkt die Umgebung rund um den Bovan-See in der Nähe von Aleksinac ab.

Die Ermittler untersuchten weiterhin bereits zum zweiten Mal die Wohnung der Familie in Aleksinac. Dort konnte allerdings nicht Ungewöhnliches gefunden werden. Weder wohin die drei verschwunden sind, noch was der Grund dafür sein könnte.

Man kann nur hoffen, dass die Familie schnell gefunden wird. Denn umso länger sie vermisst werden, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass etwas Schreckliches passiert sein könnte. Auch dass die Ermittler bisher keine heiße Spur gefunden haben, lässt nichts Gutes erahnen.

Was glaubt Ihr, was passiert ist? Schreibt uns Eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: mondo.rs

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