Obrenovac heilt seine Wunden!

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Im Örtchen Mislođin vor Obrenovac unglaubliches Gewimmel – Soldaten, Polizisten, spezialisierte Teams, einzelne Bürger, die mit der Erlaubnis der Polizei in die Stadt können. Das sind überwiegend Eigentümer von Lokalen und Geschäften, in denen momentan Sanierungsarbeiten durchgeführt werden. Wagen, die unter Wasser lagen, werden aus Obrenovac abtransportiert. Vor Ort sind auch viele Reporterteams, über einhundert Personen, die Polizei musste einen zusätzlichen Lastwagen einsetzen. Journalisten, Kameraleute, Fotoreporter wurden mit drei Lastwagen durch die Stadt gefahren. Auf den Straßen ist viel weniger Wasser als vor ein paar Tagen. Überall aber sieht man die Folgen der Überschwemmung, obwohl ein guter Teil der Straßen gereinigt wurde. In der Stadt sind Menschen an der Reinigung der Wohn- und Geschäftsobjekte engagiert. Möbel, Haushaltsgeräte und alles, was nicht mehr brauchbar ist, werden nach draußen geworfen. In der ganzen Stadt sind Rettungsteams und andere Behörden, die an der Sanierung beteiligt sind. Das Stadion liegt immer noch unter Wasser, sowie die Häuser in seiner Umgebung und in den niedrigeren Teilen der Stadt. Der stellvertretende Kommandeur des Operativstabs für Obrenovac Oberst Slavko Jevđević teilt uns mit, dass, was den Wasserstand angeht, die Situation viel besser sei. Das Wasser ziehe sich von selbst zurück, und wo es nötig sei, seien zahlreiche Pumpen eingesetzt. Der Oberst bestätigt uns, dass Bedingungen für die Rückkehr der Einwohner intensiv geschaffen würden. Nur das Wasser, das sich aus einigen Teilen der Stadt immer noch nicht zurückgezogen habe, bereite den Behörden Probleme. Der Stab plane, dieses Wasser so schnell wie möglich zu desinfizieren, um ansteckende Krankheiten zu verhindern, sagt Oberst Jevđević.
Goran Dragović, Kommandeur der antiterroristischen Einheit, bestätigt, dass es auch diejenigen gebe, welche diesen Augenblick auszunutzen versuchen, sei es durch Diebstahl oder irgendwie anders, und er fügt hinzu, dass die Angehörigen seiner Einheit ständig auf Patrouille seien. Man evakuiere weiterhin Einwohner, in erster Linie ältere und kranke Menschen und andere werden mit Nahrungsmitteln, Medikamenten und allem anderen, was sie brauchen, versorgt.
In der Stadt herrscht immer noch ein starker, unangenehmer Geruch, einige Straßen sind immer noch staubig. Aber der Eindruck ist, wenn man die Bemühungen aller Menschen, die die Situation in der Stadt normalisieren wollen, sieht, dass die Bedingungen für die Rückkehr der Bevölkerung relativ schnell entstehen werden.

Quelle: Voiceofserbia.org

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