Patriarch Porfirije hielt Messe im Kloster Jasenovac

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Porfirije
Foto: Tanjug/Zoran Žestić

Gestern besuchte der neue Patriarch, Porfirije, das Kloster Jasenovac in Kroatien. Den Anlass nutzte er, um die heilige Messe innerhalb der Klostermauern zu leiten.

Zu diesem besonderen Ereignis kam aber auch weiterer hoher Besuch. So nahmen an der Zeremonie nicht nur das serbische Präsidiumsmitglied von Bosnien und Herzegowina, Milorad Dodik, sondern auch der Bürgermeister von Banja Luka, Draško Stanivuković, der Präsident des Serbischen Nationalrats, Milorad Pupovac, sowie der Bischof von Pakrac-Slawonien, Jovan, teil.

Bischof Jovan begrüßte den Patriarchen mit den Worten: „Sie sind an einen Ort unbeschreiblichen Leidens, aber auch unbeschreiblicher Reue gekommen. Hier lebt das Christentum. Sie sind heute hier gekommen. Es ist für uns alle ein Zeichen der Hilfe und des Trostes, dass der neue Patriarch ins leidende Banija und ins leidende Jasenovac reist. Wir begrüßen Ihre Heiligkeit an diesem Ort der Buße und der Auferstehung.“

Patriarch Porfirije begrüßte alle, die am Gottesdienst teilnahmen und erinnerte daran, dass die serbisch-orthodoxe Kirche seit jeher im Laufe der Geschichte viele Unglücke und Katastrophen erlebt habe.

„Indem der Herr mich machtlos ließ, wie in diesem Moment da ich das letzte Glied in der Kette der heiligen Erzbischöfe der serbisch-orthodoxen Kirche bin, zeigt er seine Vorhersehung. Denn wenn er den Schwächsten wählt, zeigt er, dass er unter uns ist“, setzte der Patriarch seine Ansprache fort.

Weiterhin stellte er klar, dass sein Besuch den Menschen Hoffnung geben solle. Die Kirche werde sie niemals im Stich lassen. Es gebe aber kein Unglück, dass nicht überwunden werden kann und alle Gläubigen sollten gemeinsam auf Frieden, Liebe und Einheit unter den Menschen hinarbeiten.

Es muss Frieden zwischen den Menschen einkehren

„Der böse Mensch hat mancherorts seine unmenschliche Seite gezeigt, so wie hier. Aber Gott ist unser größtes Maß und wir versuchen, ihm Rechenschaft zu geben, niemand anderem. Jeder Mensch ist nach seinem Bilde und Gleichnis geschaffen und das Evangelium ist keine unverständliche Wissenschaft.

Es sagt jedem unter uns, dass wir alle Brüder sind und dazu berufen, Brüder zu sein“, so Porfirije. Dabei gemahnte er auch an den Gedankengang des Justinus, dass die Menschen glauben, sie hätten Waffen erfunden, um für den Frieden zu kämpfen. Das sei nichts als eine große Absurdität.

Der Patriarch betonte, dass diejenigen, die diese unsagbaren Verbrechen an diesem Ort begangen haben, sich selbst aus der Menschheit verbannt hätten.

Er schloss mit den Worten, dass er oft hierhin komme, um mit der Schwesternschaft des Klosters zu beten, sie mögen doch aber auch ihn in ihre Gebete einschließen, auf dass er sicheren Schrittes vorwärts gehen könne bei seinen Aufgaben.

Wie bewertet Ihr die Reise des Patriarchen nach Jasenovac? Hat er mit seiner Botschaft auch ein Zeichen für Kroatien gesetzt? Schreib uns Eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: novosti.rs

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