Patt-Situation im Kosovo hält an

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Die KFOR hat ihre Truppenpräsenz an der administrativen Grenze verstärkt
Foto: Printskrin

An der administrativen Grenze besteht auch an Tag 9 der Blockade ein Patt. Die Spezialeinheiten aus Priština ziehen nicht ab. Aber auch die serbischen Demonstranten harren bei Wind und Wetter weiter aus und blockieren die Verbindungsstraße Raška – Leposavić. Mittendrin befinden sich, wie ein Fremdkörper, die ausländischen Truppen der NATO.

Die Spannung liegt förmlich in der Luft. Niemand kann sagen, was passieren würde, sollte es zu einer Provokation kommen.

Die Bürgermeister der serbischen Gemeinden im Norden des Kosovo riefen gestern nochmals die Bürger auf, sich nicht provozieren zu lassen. Auch appellierten sie an die KFOR ihre Präsenz im Norden zu verstärken und sich neutral zu verhalten. Dies alles erfolgt im Einklang mit der UN-Resolution 1244.

In einer Erklärung der KFOR heißt es, dass man begonnen habe, mit beiden Seiten zu sprechen, um eine schnellstmögliche Deeskalation der Lage herbeizuführen.

Gleichwohl hat es gestern einen neuerlichen Vorfall gegeben. Dieser ereignete sich zwar nicht an einem der administrativen Grenzübergänge, dafür aber im Südteil von Kosovska Mitrovica. Wie „Večernje Novosti“ berichtet, wurde eine Gruppe von fünfzehn Serben angegriffen. Verletzt wurde niemand. Allerdings wurden sie mit Flaschen beworfen und Messern bedroht.

Warum die Gruppe im Südteil war, schreibt die Zeitung nicht.

Priština spricht von Erfolg

Weiterhin rühmt sich Priština mit den angeblichen Erfolgen ihrer Maßnahme zur Einführung provisorischer Kennzeichen. Wie die „kosovarische“ Behörde für Fahrzeugregistrierungen bekannt gab, konnte man seit der Einführung am 20. September bereits mehr als 10.000 Nummernschilder verordnen. Hauptsächlich erfolgte die Verordnung zur Montage der provisorischen Kennzeichen am administrativen Grenzübergang Merdare.

Dies ist auch wenig überraschend, wird der Ort doch fast ausschließlich von Albanern bewohnt. Die administrativen Grenzübergänge in Jarinje und Brnjak sind für Fahrzeuge blockiert. Wer dort passieren will, muss dies zu Fuß tun.

Serbien hat weiterhin seine Truppenpräsenz an der administrativen Grenze verstärkt. Diese stehen bereit, um unsere Bürger zu schützen, sollte die Lage eskalieren.

Man kann nur beten, dass dies nicht nötig sein wird.

Wie seht Ihr die Risiken für eine Eskalation? Wird Kurti letztendlich nachgeben? Schreibt uns Eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: novosti.rs

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