Petković wird Einreise nach Kosovo verweigert

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Foto: Tanjug

Vorgestern der „Flaggen“-Streit bei den Vereinten Nationen, gestern Abend abermals ein neuer Vorfall. Die Separatisten aus Priština zeigen ein aufs andere Mal, was sie von internationaler Diplomatie, Dialog und Verhandlungsbereitschaft halten.

Petar Petković, der Leiter des serbischen Regierungsbüros für Kosovo und Metochien, hatte angekündigt, in den Kosovo zu reisen und sich vor Ort ein Bild von der Lage der Serben zu machen. Angekündigt war die Fahrt für heute und morgen.

Prompt kam eine Ablehnung von kosovoalbanischer Seite. Der Grund könnte nicht absurder sein. Denn anscheinend fiel den Verantwortlichen aus der Kurti-„Regierung“ nichts Besseres ein, als das Coronavirus dafür verantwortlich zu machen.

Widerlich ist zudem, wie die Separatisten je nach Sachlage die Pandemie instrumentalisieren.

„Prištinas Ausreden und Hinweise auf die epidemiologische Situation in Kosovo und Metochien sind absurd. Dies ist umso offensichtlicher, weil Priština nicht an die Pandemie dachte, als wir die Bürger in Kosovo und Metochien impfen wollten oder als Belgrad in bester Absicht anbot, eine Anzahl von Impfdosen an Priština zu spenden. Stattdessen erinnern sie sich dort jetzt, dass Einreisen verboten werden sollten“, so von Seiten des serbischen Regierungsbüros.

Die Albaner torpedieren den Dialog

Weiterhin stellte Petković auch klar, dass die Einreiseverweigerung ein eklatanter Verstoß gegen die in Brüssel erzielten Vereinbarungen sei. Insbesondere das Thema Personenfreizügigkeit sei dort bereits geregelt worden.

Einmal mehr hat sich Priština somit für Dialoge und internationale Verhandlungen disqualifiziert. Die dortige politische Führung ist weder an einem Dialog noch an einer irgendwie zukunftsorientierten Politik interessiert. Stattdessen scheint Kurti zu denken, dass er einfach mit dem Kopf durch die Wand könnte, um seinen verbohrten Nationalismus durchzusetzen.

Kurti ist nicht dumm, aber offensichtlich naiv in seinen Vorstellungen von internationaler Politik. Gegenüber Serbien wird er jedenfalls mit derlei Kindereien keinen Erfolg haben. Sollte er auch gegenüber der EU und den USA solche Spielchen spielen wollen, wird seine Regierung sicherlich ähnlich schnell wieder in der Versenkung verschwunden sein, wie es bereits einmal passiert ist.

Die Reise Petkovićs hatte übrigens jenen Punkt als Ziel, der vorrangig vor allen anderen kommt. Nämlich die zusehends bedrohliche Lage der Serben im Kosovo. Petković wollte sich vor Ort selbst ein Bild machen und mit der serbischen Bevölkerung sprechen. Auch staatliche Hilfen aus Belgrad sollten ein Thema sein.

Weiterhin ging es ihm aber auch darum, Spannungen abzubauen und zur Beruhigung der Lage beizutragen, wie das Büro für Kosovo und Metochien mittteilte. Dies ist den gegenwärtigen bzw. vorübergehenden Machthabern in Priština aber offensichtlich ein Dorn im Auge.

In dieser Hinsicht unterscheidet sich die neue kosovarische „Regierung“ anscheinend kaum von der alten. Denn man braucht dort die Spannungen mit Serbien, um vom eigenen Versagen und den eigenen Missständen abzulenken.

Im Übrigen haben die kosovarischen Separatisten bisher weder Impfstoff von ihrem US-amerikanischen Verbündeten bekommen, noch konnten sie diesen woanders auftreiben. Aber dies ist eine andere Geschichte.

Wie soll unter diesen Umständen der „Dialog“ fortgesetzt werden? Schreibt uns Eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: politika.rs

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