Politik: Sitzt Serbien auf zwei Stühlen?

0
1617

 

Den Erklärungen des stellvertretenden Assistenten des US-Staatssekretärs Brian Hoyt Yi ware, dass das Sitzen auf zwei Stühlen nicht im Einklang mit den europäischen Integrationen ist, die das strategische Ziel Serbiens sind. Der Belgrader Presse zufolge dient der Besuch des Vertreters der US-Administration nur dazu, Druck auf Serbien auszuüben, um sich zu entscheiden – Brüssel und Washington oder Moskau.

Während Donald Trump auf Capitol Hill mit russischen Fähnchen beworfen und als Verräter abgestempelt wird, weil er angeblich Wladimir Putin nahe steht, verlangt ein Vertreter der USA in Belgrad von Serbien, eine Seite zu wählen – Europa oder Russland.

Vecernje Novosti schreibt, dass es zwei Punkte von Unstimmigkeiten beim Treffen der Staatsführung Serbiens mit Hoyt Yi gab – Kosovo und Metochien und die Beziehungen Serbiens zu Russland. Weiter heißt es, für Washington sei es sehr problematisch, dass Russland verlangt, dass das Personal des Humanitären Krisenzentrums in Nis einen diplomatischen Status bekommt.

Yi sagte, die USA hätten nichts gegen die Beziehungen Serbiens mit Russland, und man sei sich bewusst, dass diese immer stark waren, dass man aber wissen muss, dass die russische Vision des westlichen Balkans und Serbiens sehr verschieden von der Vision der Bürger Serbiens selbst ist, wie auch der Partner in Amerika, Europa und im Rest des westlichen Balkans.

Das russische Außenministerium reagierte auch mit einer Mitteilung. „Wir erinnern daran, dass die USA kein EU-Mitglied sind und wahrscheinlich deswegen nicht wissen, dass viele EU-Länder in großem Maße mit Russland zum beiderseitigen Nutzen zusammenarbeiten“, heißt es.

Aus der EU-Mission in Serbien heißt es, dass Serbien sich bis zum Beitritt in die EU entscheiden muss, „auf welchem Stuhl es sitzen“ werde, beziehungsweise, wann es die Außenpolitik mit der Politik der Union harmonisieren wird.

Als mögliches Enddatum dafür wird aus Brüssel im Jahr 2025 signalisiert.

Quelle: RTS

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein