Rettungsaktion serbischer Staatsbürger aus Kabul in Aussicht

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Dramatsiche Szenen am Flughafen Kabul
Foto: instagram/screenshot/ABC News/Twitter/screenshot/_BharatT_a

Die Machtübernahme der Taliban in Afghanistan bedeutet für praktisch alle Ausländer vor Ort, eine schnellstmögliche Evakuierung. Da die westlichen Staaten die Geschwindigkeit mit welcher die Islamisten das Land übernehmen bei weitem unterschätzt haben, ist bis jetzt fraglich, wie und auf welche Weise ihre Leute herausgeholt werden können.

Mittendrin in diesen chaotischen Zuständen befinden sich auch drei serbische Staatsbürger. Diese campierten in den letzten Tagen am Militärflughafen von Afghanistans Hauptstadt Kabul. Eine Rettung gestaltete sich für sie besonders schwierig. Denn Serbien hat keine direkte diplomatische Vertretung vor Ort. Die zuständige Botschaft befindet sich in Indien.

Nun hat Serbiens Botschafter Siniša Pavić endlich Hilfe organisieren können.

Die drei Serben werden wahrscheinlich mit einer Maschine der deutschen Bundeswehr aus Kabul ausgeflogen werden. Der exakte Zeitpunkt steht noch nicht endgültig fest. Denn die Deutschen wollen erst einmal zusehen, dass sie ihre eigenen Leute aus dem Krisengebiet rausholen.

Deutsche haben massive Probleme bei der Evakuierung

Hinzu kommen auch noch offensichtliche Probleme bei der deutschen Organisation und Logistik. So soll ein erstes Transportflugzeug mit lediglich sieben Zivilisten aus Kabul abgehoben haben. Anscheinend konnten die Deutschen nicht schnell genug genügend Leute auf ihre Listen setzen und diese zum Flughafen bringen. Und wer nicht auf einer der Listen stand, wurde am Flugzeug abgewiesen.

Dass es die drei überhaupt bis zum Flughafen geschafft haben, ist im Übrigen nicht den westlichen NATO-Staaten zu verdanken. Aleksandar Cvejić, einer der drei Serben, hatte bereits gestern berichtet, dass es vor allem Freunde und Kollegen aus Bosnien und Herzegowina, Kroatien und Slowenien waren, die halfen, unsere Leute sicher zum Flughafen zu bringen.

Dort saßen sie dann erst einmal mit tausenden Einheimischen vor den Toren des Flughafengeländes fest, welche ebenfalls auf der Flucht vor den Taliban sind. Denn US-amerikanische Soldaten ließen niemanden mehr hinein, der nicht auf einer der Evakuierungslisten stand.

Jetzt sollte es aber für unsere drei (hoffentlich) nur noch eine Frage der Zeit sein, wann sie in einem Flugzeug sitzen.

Derweil warten weiterhin tausende panische Menschen, vor allem einheimische Mitarbeiter der ausländischen Besatzungskräfte, am Rollfeld des Flughafens und vor dessen Toren. Wann, wie und ob diese rauskommen sollen, ist immer noch vollkommen unklar. Zudem verschlechtert sich die Sicherheitslage in der Hauptstadt Afghanistans immer weiter.

Werden unsere Landleute rechtzeitig rauskommen? Was haltet Ihr von den deutschen Evakuierungsmaßnahmen? Schreibt uns Eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: Novosti.rs

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