Rückkehr von Kosovo-Flüchtlingen heute Thema in Brüssel

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Foto: Novosti

Heute soll in Brüssel eine neue Verhandlungsrunde im technischen Dialog mit Priština stattfinden.

Besonders zwei Themen werden auf der Agenda stehen.

Zum einen soll es endlich einen Durchbruch bei der Gestaltung der Gemeinschaft der serbischen Kommunen im Kosovo gehen. Zum anderen wird die serbische Delegation auch auf die Sicherheit serbischer Rückkehrer pochen.

Die Brüsseler Mediatoren hatten im Vorfeld nicht gesagt, welche Themen sie in der heutigen Sitzung ansprechen wollten. Es wurde lediglich bekannt, dass die Gespräche über gestohlene Grundstücke und Entschädigungen fortgesetzt werden sollten.

In der vergangenen Verhandlungsrunde im Oktober waren nochmals die gegensätzlichen Standpunkte der beiden Konfliktparteien sichtbar. Von serbischer Seite wurde klargestellt, dass es ohne die Bildung der Gemeinschaft der serbischen Gemeinden keine weiteren Fortschritte im Dialog geben würde. Aus Priština kam hingegen die Botschaft, man werde sich erst mit dem Thema befassen, wenn ein Durchbruch bei der Anerkennung der Unabhängigkeit erzielt worden sei.

Erneute Überfälle erschweren Rückkehr

Petar Petković, der Direktor des Büros für Kosovo und Metochien sagte, es sei nicht genug, dass man aus Priština den vertriebenen Serben lediglich sage, dass sie zurückkehren könnten. In Brüssel verwies er als serbischer Verhandlungsleiter bereits darauf, dass seit dem Ende des Krieges 1999 lediglich zwei Prozent der Vertriebenen überhaupt in den Kosovo zurückgekehrt seien. Serbien müsse daher darauf bestehen, dass die Gemeinschaft der serbischen Gemeinden absolute Priorität bekomme. Nur so könne die Sicherheit aller Rückkehrer zu gewährleisten.

Erst in dieser Woche hatte es einen neuerlichen Überfall auf eine Familie im Dorf Dubrava in der Nähe von Istok gegeben. Die serbische Seite bemängelte bereits im Vorfeld den unzureichenden Schutz serbischer Rückkehrer und die mangelnde Aufklärungsbereitschaft der lokalen Behörden in solchen Fällen im Kosovo.  Petković war zu diesem Zeitpunkt ebenfalls zu einem Besuch im Kosovo.

„Belgrad will verhandeln und der Dialog hat für uns Priorität. Nur durch ihn können wir zu einer Lösung und zum Frieden finden“, sagte er in einem Interview mit dem Fernsehsender Pink.

Die Vermittlung von Seiten der EU werden auch in der heutigen Runde von Miroslav Lajčak übernommen werden.

Wird Priština in der Frage der serbischen Gemeinden nachgeben? Würde das überhaupt die Anzahl der Rückkehrer erhöhen? Schreibt uns Eure Meinungen in die Kommentare!

Quelle: novosti.rs

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