Rumänien hat Serbien auf die Rote Liste gesetzt

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Rumänien stuft Serbien wieder als Risikogebiet ein
Foto: EPA-EFE/Robert Ghement

Serbiens Nachbarland Rumänien hat uns auf die sogenannte Rote Liste gesetzt. Der Grund dafür liegt in den steigenden Coronazahlen in Serbien.

Die Liste gilt ab Sonntag, dem 5. September. Bisher stand Serbien auf der „Grünen Liste. Dies bedeutete, dass die Infektionsgefahr mit dem Coronavirus als gering eingestuft wurde. Rot hingegen bedeutet, dass eine hohe Ansteckungsgefahr besteht.

Mit der Aktualisierung einhergehen jetzt Reiserrestriktionen. So können ein aktueller PCR-Test bei der Einreise nach Rumänien und eine anschließende Quarantäne verlangt werden. In der Vergangenheit war es so, dass diese dann nach fünf Tagen nach einem weiteren Test aufgehoben werden konnte. Wer nach Rumänien reisen muss, sollte sich aber über die genauen Bestimmungen informieren.

Neben Serbien stuften die rumänischen Behörden auch Estland, Albanien, Tunesien, Mauritius, Jamaika, den Libanon, Palästina, Belize, Antigua und Barbuda, Suriname und Brunei als rot ein. Aus der Region befinden sich bereits Montenegro und Nordmazedonien auf der Liste.

Zwar hält sich der Grenzverkehr nach Rumänien von Serbien aus in Grenzen. Dennoch lässt diese Entwicklung nichts Gutes erwarten. Denn Rumänien ist EU-Mitgliedsstaat. Dies bedeutet, dass auch schnell andere EU-Länder dem Beispiel folgen könnten. Auch jene in denen viele unserer Bürger leben, wie Deutschland oder Österreich.

Impfempfehlung für Kinder ab zwölf Jahren

Branislav Tiodorović, Epidemiologe und Mitglied des Krisenstabs der serbischen Regierung, betonte indessen abermals, wie wichtig eine Erhöhung der Impfquote ist. Auch sprach er sich dafür aus, Kinder ab zwölf Jahren impfen zu lassen.

„Es gibt keinen Grund, Kindern die Impfstoffe vorzuenthalten. Tatsächlich ist es sehr wichtig, dass wir so viele Kinder wie möglich impfen und sie so in der kommenden Zeit schützen. Wir müssen eine Impfmauer bauen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen“, so Tiodorović.

Dass manche Eltern Sorgen in Bezug auf die Verträglichkeit der Impfstoffe hätten, kann Tiodorović verstehen. Diese seien aber unbegründet. Die Eltern sollten die Impfungen ihrer Kindern einfach mit den zuständigen Kinderärzten absprechen. Einen Impfzwang müssten sie in keinem Fall fürchten.

„Ich bin absolut dieser Meinung und lehne eine verpflichtende Impfung von Kindern gegen Covid ab“, so der Experte.

Der Übergang zum normalen Schulbetrieb in Serbien stelle weiterhin ein Problem dar. Aus vielen naheliegenden Gründen sei dieser Schritt aber notwendig geworden.

„Es gibt zahlreiche Gründe für einen normalen Unterricht, nicht nur gesundheitliche, sondern auch soziale und psychologische. Es hat sich gezeigt, dass der Online-Unterricht weder qualitativ noch qualitativ das bietet, was der reguläre kann“, sagte Tiodorović.

Weiterhin rief er alle Eltern auf, ihre Kinder nicht zur Schule zu schicken, wenn es in ihrer Familie aktuelle Coronafälle gibt. Die Kinder sollten dann sieben bis zehn Tage zuhause bleiben und notgedrungen online lernen.

Glaubt Ihr, dass wir auf ähnliche Zustände wie im letzten Jahr zusteuern? Werden andere Länder Rumänien folgen? Schreibt uns Eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: politika.rs

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