Schwerbewaffnete Spezialeinheiten im Kosovo vorgefahren

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Spezialeinheiten belagern seit heute Morgen die administraive Grenze zu Kosovo
Foto: Printskrin

Heute Morgen gab es einen Schock an den administrativen Übergängen zum Kosovo in Jarinje und Brnjak. Etliche Mitglieder der kosovarischen Spezialeinheit Rosu fuhren mit insgesamt zwanzig Fahrzeugen vor. Allein 10 der Fahrzeuge sind schwer gepanzert.

Zwei weitere stehen zur Stunde an der Hauptstraße zwischen Leposavić und Kosovska Mirovica, direkt an der Abzweigung zum Kloster Banjska.

Damit aber nicht genug. Bereits in der Nacht von Samstag auf Sonntag hatte die kosovarische Polizei ein gutes Dutzend Container nach Jarinje gebracht. Die im Norden des Kosovo lebenden Serben sind seitdem enorm beunruhigt.

Die kosovarischen Behörden schweigen

„Wir haben keinerlei Antworten von der kosovarischen Polizei bekommen, was es damit auf sich hat oder warum diese Schritte nur wenige Tage nach dem Besuch von Miroslav Lajčák jetzt hier die Lage destabilisieren müssen. Ich fordere die Bürger auf, sich ruhig zu verhalten und nicht zu Opfern von Provokationen zu werden. Wir werden die Lage weiter verfolgen“, sagte der Bürgermeister von Leposavić, Zoran Todić.

Nach er inzwischen offiziellen Bekanntmachung der kosovarischen Behörden, sollen die Container dazu dienen, die Arbeitsbedingungen und die Überwachung es Grenzübergangs bei Jarinje zu verbessern. Aussagen zu dem massiven Polizeiaufgebot und dem Einsatz von Panzerfahrzeugen kamen hingegen nicht.

Kurti will Nummernschilder zwangsweise austauschen

Es gibt aber noch weitere mehr als beunruhigende Nachrichten. Petar Petković, der Direktor des Büros für Kosovo und Metochien sagte gestern, er habe Informationen darüber, dass die Behörden in Priština planen, „serbische Nummernschilder an den Verwaltungsübergangen zu entfernen und sie durch vorübergehende Kennzeichen von Priština zu ersetzen“.

Sollte dies tatsächlich der Fall sein, wäre das ein Skandal ungeheuren Ausmaßes. Denn mit diesem Schritt würde Priština nicht nur den gegenwärtigen Dialog mit Belgrad vollkommen torpedieren, sondern auch gegen bereits beschlossene Vereinbarungen verstoßen.

„Kurtis schändlicher Plan zeugt von der brutalsten Verletzung des Brüsseler Abkommens zur Regelung der Freizügigkeit sowie etlicher anderer Vereinbarungen, welche wir im Rahmen dessen in Brüssel getroffen haben“, sagte Petković.

Tatsächlich wäre auch die EU als Mediatorin in den Verhandlungen zwischen Belgrad und en Separatisten vollends blamiert. Denn von einem einfachen „Weiter so“ am runden Tisch könnte dann keine Rede mehr sein.

Auch stellt sich die Frage, ob Kurti durch so eine Aktion tatsächlich irgendetwas gewinnen würde, wenn man von Applaus im heimischen Lager einmal absieht. Denn natürlich ist der Western, inklusive der EU, gelinde gesagt, etwas nachsichtig, wenn es um die Dialogbereitschaft der Kurti-Truppe geht. Ob die Staatenunion jedoch auch den Bruch der unter ihrer Federführung ausgehandelten Verträge akzeptieren würde, steht derweil auf einem anderen Blatt.

Wird Kurti es tatsächlich wagen, Autokennzeichen zwangsweise auszutauschen? Wie wird sich die EU verhalten? Schreibt uns Eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: politika.rs

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