Serbien beginnt mit Massenimpfungen

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Regierungssitzung zu Covid-19
Foto: Tanjug

Heute beginnen die serbischen Behörden mit Massenimpfungen.

Präsident Aleksandar Vučić betonte nochmals die Notwendigkeit, schnellstmöglich einen Großteil der Bevölkerung zu erreichen.

Die Impfungen seien entscheidend, um das Coronavirus zu bekämpfen und die gegenwärtige Krise zu beenden. Bei dem verwendeten Impfstoff handelt es sich hauptsächlich um ein chinesisches Produkt mit dem Namen Coronavac.

Bei der öffentlich übertragenen Regierungssitzung waren auch Verantwortliche der Impfteams anwesend. Vučić forderte wortwörtlich keine Impfstoffe im Kühlschrank lange auf Lager zu halten, sondern schnellstens so viel wie möglich zu verimpfen.

„Heute treffen wir die entsprechenden Entscheidungen und werden so auch in der nächsten Zeit handeln. Dies betrifft die Impfung, das Überleben und den Fortschritt des Landes und seiner Bürger“, so Vučić.

Der serbische Präsident verwies auch darauf, dass Serbien sich an der EU-Geberkonferenz zur Entwicklung eines Präparats beteiligt habe. Bisher sei das Resultat jedoch enttäuschend gewesen.

„Serbien hat zwei Millionen Euro für Impfstoffe gespendet. Er scheint mir so, dass wir weitgehend an der Entwicklung eines Mittels zur Beendigung der Krise mitgewirkt haben. Wir waren die ersten hier in der Region, die Gelder für das Covax-Programm gaben. Dieses spezielle Programm, über das wir erheblich Mengen an Impfstoffen aus der EU erhalten sollten. Bisher haben wir jedoch noch nichts daraus bekommen“, erklärte Vučić die jetzige massenweise Verwendung des chinesischen Präparats.

Angeblich hervorragende Koordinierung

Auf der Sitzung stellten er und Premierministerin Ana Brnabić das geplante System vor, mit welchem die Registrierung, Planung und Überwachung des Impfstoffs und der zu impfenden Bevölkerungsgruppen sichergestellt werden sollen. Stolz verwies der Präsident darauf, dass es sich angeblich um das modernste Koordinierungssystem handelt, das in Europa verwendet wird. Jeder könne mit ihm leicht nachvollziehen, welches Präparat er wann und wo erhalten habe.

Dennoch steht ein logistischer und organisatorischer Kraftakt an. Denn ein Impfteam, bestehend aus einem Arzt und zwei Helfern, könnte in fünf Stunden lediglich 75 Dosen verabreichen. Dementsprechend viel Personal wird benötigt, um die Bevölkerung schnell zu versorgen.

Brnabić verwies darauf, dass das erste große Impfzentrum auf dem Belgrader Messegelände eröffnet wird. Auf die Frage nach dem Impfplan antwortete sie: „Wir beginnen mit den Einsatzkräften des Innenministeriums, der Armee und anderer Sicherheitsorgane. Auch setzen wir die Impfungen in den Altenheimen weiter fort. Gestern haben wir zudem noch zusätzliche Dosen des Pfizer-Präparats erhalten.“

Welchem Impfstoff würdet Ihr den Vorzug geben? Kann die Regierung überhaupt ihre Versprechungen einhalten? Schreibt uns Eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: politika.rs

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