Serbien: Elektrizitätswirtschaft trägt großen Schaden davon!

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Der stellvertretende Generaldirektor der Elektrizitätswirtschaft Serbiens (EPS) Životije Jovanović hat erklärt, dass es im Winter Probleme mit der Deckung des Bedürfnisses des einheimischen Marktes geben wird, weil der Produktionsteil des Energiewirtschaftssystems in Serbien großen Schaden in den Hochwassern davongetragen hat. Er sagte, die EPS werde auf eigene Quellen zurückgreifen und nur im Notfall Strom importieren. Das Wärmekraftwerk Nikola Tesla im überschwemmten Obrenovac musste seine Kapazitäten senken, weil die Kohlegruben im Bergwerk Kolubara, aus welchen das Kraftwerk versorgt wird, im Hochwasser richtige Seen geworden sind. Von der Kohle aus den Kolubara-Gruben wird etwa 50 % des Stroms in Serbien hergestellt.

Die Kohletagebaue des Bergwerks Kolubara haben im Mai-Hochwasser großen Schaden davongetragen. Unter Wasser sind zwei große Kohletagebaue – „Veliki Crljeni“ und „Tamnava – Zapadno polje“. In Veliki Crljeni pumpt man momentan Wasser aus, mit sieben Pumpen, und diese Arbeit wird monatelang dauern. Was Tamnava – Zapadno polje angeht, was praktisch ein neuer See mit 200 Millionen Kubikmeter Wasser geworden ist, braucht man Pumpen großer Kapazität. Die Prognosen sind alles außer optimistisch. Trotz der Überschwemmung schickt man aber aus Kolubara für das Wärmekraftwerk Nikola Tesla 45.000 t Kohle täglich. Das sind etwa 80 % des Bedarfs im Sommer. Das ist jedoch nur die Hälfte dessen, was im Winter nötig ist.

Auch im größten Wasserkraftwerk Serbiens, Đerdap 1, gibt es Probleme wegen hohen Wasserpegels. Im Mai hat man weniger als geplant hergestellt. Es gibt nicht genug Strom, weswegen man importiert, und zwar zu bis zu sechs mal höheren Preisen als die EPS den Bürgern verrechnet. All das könnte zu neuen Preiserhöhungen von Strom in Serbien führen.

Quelle: Voiceofserbia.org

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