Serbiens Präsident an US-Vize: Belgrad verhängt niemals Sanktionen gegen Moskau

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Belgrad wird keine Sanktionen gegen Russland verhängen, selbst wenn dies die gemeinsame Außenpolitik der Europäischen Union verlangt, wie der serbische Präsident Tomislav Nikolić beim Treffen mit dem US-Vizepräsidenten Joe Biden in der serbischen Hauptstadt sagte.

„Wir sind sowohl mit Russland als auch mit den USA verbunden, wo eine große serbische Gemeinde lebt“, heißt es aus der Pressestelle des serbischen Staatschefs.

Obwohl es für serbische Bürger keine bessere Option gebe als den Weg in die EU, ist Nikolić nach eigenen Worten nicht bereit, mit der Republik Kosovo einen bilateralen Vertrag abzuschließen. Das aber fordert Brüssel.

 

Biden betonte seinerseits, die USA erwarteten nicht, dass „Serbien zwischen ihnen und Russland wählen würde“, sondern unterstützten das Land auf dem Weg zur EU-Integration.

Aus Belgrad reiste Joe Biden direkt in die Hauptstadt der teilweise anerkannten Republik Kosovo, Priština, weiter.

Im Jahr 1999 hatte die bewaffnete Konfrontation zwischen den albanischen Separatisten von der Befreiungsarmee des Kosovo (UÇK) und der Armee und Polizei Serbiens zur Bombardierung des damaligen Jugoslawiens (dem heutigen Gebiet Serbiens und Montenegros) durch die Nato-Luftwaffe geführt. Im März 2004 verübten die Kosovo-Albaner Pogrome, die zum Massenwegzug der Serben aus dem Kosovo sowie zur Vernichtung unzähliger serbischer Geschichts- und Kulturdenkmäler führten.

 

 

Die verbliebenen 120.000 Serben siedeln kompakt im Norden sowie in mehreren Enklaven im Süden des Kosovo. Im Jahr 2008 riefen die albanischen Verwaltungsstrukturen in Pristina einseitig die Unabhängigkeit der Republik Kosovo von den Behörden in Belgrad aus. Die Führung der von Russland, Griechenland, Iran, Israel, Spanien, Serbien und anderen Ländern nicht anerkannten Republik strebt den Beitritt zu internationalen Organisationen wie der Europäischen Union an.

 

Quelle: Sputnik News

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