Spannungen im Südwesten Serbiens: Tschetniks kommen nach Novi Pazar!

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Der Präsident der Tschetnik-Bewegung und Kommandant der Einheit “Jovan Sevic“ Bratislav Zivkovic kündigte an, dass die serbischen Tschetniks demnächst in der serbischen Stadt Novi Pazar ankommen werden. Der Grund dafür ist, weil kurz zuvor Mitglieder der Islamischen Gemeinschaft in grünen Militäruniformen die serbische Stadt Novi Pazar okkupierten. Bratislav Zivkovic sagte dem serbischen Blatt “Pravda“ gegenüber aus, dass er gespannt ist wie der serbische Staat reagieren wird wenn die serbischen Tschetniks in Novi Pazar eintreffen werden, denn als die Mitglieder der Islamischen Gemeinschaft in grünen Militäruniformen in Novi Pazar herumspazierten wurde nichts unternommen.

Mitglieder der Islamischen Gemeinschaft maschieren in grünen Militäruniformen in der serbischen Stadt Novi Pazar:

Hintergrund
Die Stadt Novi Pazar liegt im Südwesten Serbiens in der Nähe der Grenze zu Montenegro und an der administrativen Linie zur südserbischen Provinz Kosovo und Metochien. In der serbischen Stadt leben mehrheitlich Menschen mit muslemischen Glauben, obwohl in Serbien insgesamt mehrheitlich orthodoxe Christen leben. Deswegen können sich viele Moslems nicht mit dem serbischen Staat identifizieren und wollen ihren eigenen Staat erschaffen. Laut ihrer Ideologie soll der Staat “Sandschak“ heissen, welcher zur Zeiten als das Osmanische Reich den Balkan besetzte eine osmanische Verwaltungseinheit zwischen Serbien und Montenegro war. Deshalb beanspruchen viele Moslems das Gebiet der ehemaligen Verwaltungseinheit für ihren eigenen Staat: Einen Teil von Raska-Region (Zentral-Serbien), Kosovo und Metochien (Süd-Serbien) und einen Teil von Montenegro. Wegen dieser Ideologie kommt es im Südwesten Serbiens oft zu Spannungen und zu Auseinandersetzungen zwischen Moslems und dem serbischen Staat.

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