Sputnik V demnächst „Made in Serbia“

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Nach immer wieder neuen Maßnahmen und Einschränkungen gibt es inzwischen auch wieder einen Lichtblick im Kampf gegen die Coronapandemie. Denn Serbien wird demnächst mit der Eigenproduktion des russischen Impfstoffs „Sputnik V“ beginnen können.

Dies gaben heute der russische Fonds für Direktinvestitionen und das Torlak-Institut für Virologie, Impfstoffe und Seren bekannt.

Die Produktion von „Sputnik V“ „made in Serbia“ könne demnach bereits ab Mai in den Werken von Torlak beginnen.

Damit wäre Serbien das erste Land in Europa, welches neben Russland über Kapazitäten zur Produktion des Impfstoffes verfügt. Neben der Versorgung der eigenen Bevölkerung könnte dann auch damit begonnen werden, diesen in die Nachbarländer zu exportieren.

Der Direktor des russischen Investitionsfonds, Kirill Dmitrijew, nutzte die Bekanntmachung auch um der serbischen Regierung zu danken. Diese habe das Vorhaben von Anfang an und kontinuierlich unterstützt.

Für Serbien geht es um eine Zukunftstechnologie

„Serbien gehört mit zu den ersten Ländern der Welt, die Sputnik V zugelassen und Schutz der Bevölkerung gegen das Coronavirus verwendet haben. Die Herstellung des russischen Impfstoffs bei Torlak wird die Logistik vereinfachen und das Impfprogramm des Landes beschleunigen“, sagte Dmitrijew.

Der serbische Minister für Innovation und technologische Entwicklung, Nenad Popović, dankte bei dieser Gelegenheit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem Fonds für Direktinvestitionen für die umfangreiche Unterstützung in dieser Zeit der Krise.

„Der Technologietransfer zur Herstellung des Sputnik-V-Impfstoffes nach Serbien wird die Souveränität des Landes im Bereich der Impfstoffproduktion nachhaltig stärken. Dieser Sektor wird in Zukunft eine wichtige Ressource für jedes Land sein“, so Popović.

Sputnik weltweit am beliebtesten

Nach einer Umfrage in neun Ländern der Welt erfreut sich „Sputnik V“ der größten Beliebtheit unter allen gegen Corona entwickelten Impfstoffen. Erst auf Platz zwei folgt das Präparat von Biontech und Pfizer und auf Platz drei jenes von Sinopharm. 54 Prozent der Befragten sehen in Russland den mit Abstand vertrauenswürdigsten Partner bei der Impfstoffherstellung. Erst danach folgen die USA und Großbritannien.

Teilgenommen an der Umfrage hatten Einwohner aus Serbien, Indien, Brasilien, Mexiko, den Philippinen, Vietnam, Argentinien, Algerien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Eine Zulassung von „Sputnik V“ in der EU lässt derweil weiterhin auf sich warten. Während einige Länder sich auf eigene Faust mit dem russischen Vakzin versorgt haben, bemängelt die Europäische Arzneimittelagentur EMA nach wie vor die intransparente Datenlage seitens Russlands.

Auch verfüge man angeblich inzwischen über genügend eigene Produktionskapazitäten, so dass eine Herstellung von „Sputnik V“, beispielswiese in Süddeutschland, ohnehin erst gegen Ende des Jahres möglich wäre.

Zwischenzeitlich hatte man immer wieder den Eindruck gewonnen, dass es eher politische als medizinische Gründe seien, die eine Zulassung von „Sputnik V“ in der Europäischen Union verzögerten.

Welchen Impfstoff würdet Ihr bevorzugen? Glaubt Ihr, dass „Sputnik V“ auch noch in der EU zugelassen werden wird? Scheibt es uns in die Kommentare.

Quelle: politika.rs

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