Stimme Russlands: Serbien schließt Verträge mit China ab! (+Interview)

0
442

Der chinesische Premierminister Li fährt auf Einladung des serbischen Premierministers Vučić zum ersten Mal seit 28 Jahren nach Belgrad. Anlass ist das dritte Gipfeltreffen China, Mittel- und Osteuropa. Kein Routinetermin für Serbien, oder?

Nein, aber ich meine, aus chinesischer Sicht ist das eine interessante Konstellation. Wenn die Russen und die Amerikaner sich gegenseitig das Leben schwer machen, ist das für den chinesischen Premier sicher eine sehr interessante Ausgangsposition.

Serbien hatte ja schon viel Zeit und Energie in die russisch-europäische Gaspipeline South Stream gesteckt. Nun wurde das Projekt abgesagt. Moskau nennt die Vorschriften der EU als einen Hauptgrund für das Scheitern des Projektes. Serbien ist verständlicherweise nicht angetan von dieser Entwicklung. Könnte dieser Unmut auch dazu führen, dass man sich zumindest ein stückweit anderen Partnern zuwendet? China wäre da ja ein sehr geeigneter Kandidat, oder?

Ja, das kann ich mir sehr gut vorstellen. Die Chinesen, die ja nun in diesem westlich-russischen Konflikt eine Position der Neutralität haben, werden sicherlich über alles, was für sie selber auch Sinn macht, gesprächsbereit sein.

Rumänien wird auch auf dem Gipfeltreffen vertreten sein. Sein Ministerpräsident Victor Ponta bemühte sich, Befürchtungen, dass Chinas Engagement in der Region die EU spalten könnte, zu zerstreuen.

Ja, ich glaube nicht, dass die EU in der Gefahr ist, durch diesen Vorgang gespalten zu werden. Aber es ist sicherlich so, dass es einige Länder gibt, die diese sehr einseitige Positionierung, die der Westen zurzeit vornimmt, so nicht mittragen möchten. Intern gibt das sicherlich Diskussionen. Andererseits gibt es natürlich auch die Polen und ein paar andere, die baltischen Länder, die eher für eine Verschärfung des Kurses stimmen, das ist nun mal so in einem Verbund von 28 Ländern.

China wird gemeinsam mit Ungarn und Serbien eine neue Eisenbahn-Verbindung zwischen beiden Ländern bauen. Für diesen Auftrag hätte es doch bestimmt auch geeignete Firmen innerhalb Europas gegeben. Können Sie sich vorstellen, warum das Projekt ausgerechnet an China geht?

Ja, die Chinesen werden erstens attraktive Konditionen geboten haben, und außerdem ist das sicherlich auch ein Zeitraum, in dem sich die Europäer schwerer tun, Aufträge in dieser Region politisch zu gewinnen, als es vielleicht vor einem oder zwei Jahren war.

Hier gehts zum Interview > Hier klicken!

Quelle: Stimme Russlands

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein