Tennisfan provoziert Novak Đoković bei US Open

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Trotz Störungen lieferte Novak eine tolle Leistung in New York
Foto: Tanjug

Novak Đoković ist bei den US Open mit allerlei Problemen konfrontiert. Nur finden diese nicht auf dem eigentlichen Tenniscourt statt. Erst war es der Sportjournalist Ben Rothenberg, welcher lautstark ein mögliches vorzeitiges Ausscheiden des weltbesten Tennisspielers herbeireden wollte.

Dies beruhte auf lauwarmen Behauptungen aufgrund des Abschieds von Olga Danilović vom Turnier aus gesundheitlichen Gründen.

Jetzt gibt es gleich den nächsten Skandal. Denn Novak erlebt zunehmend Provokationen von der Zuschauertribüne. Der letzte Fall ereignete sich beim heutigen Match gegen den Niederländer Tallon Griekspoor.

Đoković zeigte einmal mehr, was in ihm steckt. Er besiegte Griekspoor in drei Sätzen mit 6:2, 6:2 und 6:2. Einem „Fan“ des Niederländers schien dies aber überhaupt nicht zu passen.

Denn im dritten Satz begann dieser lautstark von der Tribüne zu pöbeln und zu provozieren.

Đoković fühlte sich massiv gestört und verärgert. Er ging so zum Schiedsrichter, um sich zu beschweren und sagte ihm über den Störenfried: „Er wird es wieder tun, wenn ich den Ball treffen muss.“ Dass Novak dennoch das Match haushoch gewann, zeugte dann aber von der Professionalität des Serben.

Auf der anschließenden Pressekonferenz machte er dann aber seinem Ärger Luft. Denn Rufe aus dem Publikum stören einfach bei einer Sportart, welche höchste Konzentration erfordern.

„Wenn Tennisspieler über so etwas sprechen, würde jemand, welcher sich für Mannschaftssportarten interessiert, nur sagen, dass wir verwöhnte Gören sind, weil wir über solche Ablenkungen reden. Aber das ist eine andere Sportart. Es ist aber so, dass es immer viele Leute gibt, die im Stadion Lärm machen, vor allem bei Abendspielen. Das ist mir auch egal. Manchmal kommt es sogar vor, dass die Leute während der Aufschläge vor Aufregung schreien oder andere Geräusche machen. Auch das ist völlig in Ordnung“, so Novak.

Anders sieht es hingegen aus, wenn Leute aus dem Publikum versuchen würden, die Spieler aktiv abzulenken. Das kann nicht nur einen Đoković aus dem Konzept bringen.

„Aber wenn das jemand absichtlich mehrmals macht, dann hat auch meine Toleranz Grenzen. Mir macht Lärm erst einmal nichts aus, verstehen Sie mich nicht falsch. Aber wenn es jemand immer und immer wieder macht… Der Typ, der heute aufgetaucht ist, wusste genau, was er tat“, erklärte der Tennissuperstar.

Man kann da nur von Glück sprechen, dass Novak nicht so empfindlich ist. Wenn man sich vorstellt, dass so ein Störenfried jedoch bei einem Spiel gegen Nadal oder Federer dabei wäre, wird einem die ganze Bedeutung eines solchen Vorfalls bewusst.

Beim Fußball, in einem riesigen Stadion, ist dies zwar ebenfalls nicht schön, gehört aber zu diesem Sport dazu. Dabei geht es außerdem um eine ganz andere Fankultur. Tennis hingegen erfordert konstante Konzentration eines einzelnen Spielers. Solcher Ärger kann natürlich belastend sein. Vor allem für jemanden wie Đoković, welcher sich normalerweise immer über Fans freut und froh ist, nicht mehr vor leeren Rängen zu spielen.

Wie denkt Ihr über den Vorfall? Sollten solche Störenfriede einfach rausgeschmissen werden? Schreibt uns Eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: mondo.rs

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