Terrorverdächtige im Kosovo festgenommen

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Im Kosovo gibt es eine islamistische Terrorszene
Foto: Piksabej

Wie jetzt bekannt wurde, nahmen die Behörden im Kosovo am Sonntag fünf Personen fest, welche der Vorbereitung terroristischer Anschläge verdächtigt werden.

Dabei sind mindestens vier von ihnen bereits strafrechtlich bekannt. Die Rede ist Ardian Gjuraj aus Peć, Mentor Bellaqa aus Đakovica sowie Ergim Sila und Nehrudin Skenderi aus Prizren.

Bereits in früheren Jahren waren sie wegen ähnlicher Vorwürfe in Haft.

Die Aktion fand nach mehrmonatiger Ermittlungsarbeit und umfangreichen Überwachungen statt.

Bei der Verhaftungsaktion konnten die Behörden zudem Sprengstoff, Panzerabwehrwaffen sowie einige Drohnen finden.

Der Terrorismusexperte Dževad Galijašević erklärte gegenüber „Kosovo Online“, es bestehe der konkrete Verdacht, dass die fünf Anschläge auf die im Kosovo stationierte KFOR vorbereitet hätten.

Dem Experten zufolge gebe es im Kosovo zwei verschiedene Formen des Terrorismus. Einerseits jene, welche beispielsweise von der ROSU-Spezialeinheit ausgebildet würde und zudem US-Unterstützung habe und andererseits eine „wilde“ Form, welche gegen den Westen opponiere. Seiner Meinung nach gehören die fünf zu letztgenannter Form.

„Ich habe diese Gruppe in diese Kategorie eingeordnet. Dazu gehören auch beispielsweise die vor einiger Zeit verhafteten Imame in Priština, welche ebenfalls die westliche Präsenz in dieser Region ablehnen. Auslöser für die geplanten Aktionen der Gruppe könnte etwa das Vorgehen Amerikas in Afghanistan sein. Und ich bin mir absolut sicher, dass es im Kosovo mehr von ihnen gibt“, erklärte Galijašević.

Die Terroristen sind immer besser ausgerüstet

Neben der professionellen Ausrüstung machen vor allem die beiden Verhafteten gefundenen Drohnen Sorgen. Dies bestätigt auch der Sicherheitsexperte Mila Mijalkovski:

„Wenn die Informationen stimmen, besagen sie, dass ihre Möglichkeiten zur Durchführung von Terroranschlägen gewaltig zugenommen haben.“

Weiterhin geht er davon aus, dass es sich bei den Terrorverdächtigen um Islamisten handelt, welche von den Schlachtfeldern in Syrien und Irak in den Kosovo zurückgekehrt seien. Auch vermutet er, dass in dieser Hinsicht kaum etwas im Kosovo ohne die Kenntnis westlicher Geheimdienste passiere.

Bereits vor einigen Monaten gab die Sonderstaatsanwaltschaft der „Republik Kosovo“ bekannt, dass sie eine Person wegen der Vorbereitung terroristischer Anschläge festgenommen habe.

Wie Medien aus Priština berichteten, handelte es sich bei der Person um Kreshnik Podvorica aus Lipljan. Dessen Bruder Blerim starb 2017 bei einem von ihm selbst begangenen Selbstmordattentat in Syrien.

Bereits 2018 verurteilten die Behörden Kreshnik Podvorica bereits zu einer sechsmonatigen Haftstrafe. Der Grund war damals, dass er die Vorbereitung eines anderen Anschlags von einem gewissen Rakip Avdyli nicht polizeilich gemeldet hatte, trotz seiner Mitwisserschaft.

Im Januar dieses Jahres erfolgte dann eine neuerliche Verurteilung Podvoricas durch ein Gericht in Priština. Dieses Mal wegen Terrorpropaganda. Die Strafe belief sich abermals auf sechs Monate. Podvorica hatte damals in sozialen Medien offen die Terroranschläge des sogenannten Islamischen Staates unterstützt.

Denkt Ihr, dass der Westen die Terrorszene im Kosovo überhaupt unter Kontrolle hat? Oder wird es Islamisten früher oder später gelingen, auch dort Anschläge zu verüben? Schreibt uns Eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: politika.rs

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