Tiodorović warnt vor härteren Maßnahmen

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Tiodorovic und Straßenszene
Foto: MONDO/Uroš Arsić/Pink Tv/Printscreen

Der neue Lockdown bis Montag ist erst seit heute in Kraft und schon will der Krisenstab anscheinend die Bevölkerung auf längere Maßnahmen und weitere Horrorszenarien einstimmen.

Wie Prof. Dr. Branislav Tiodorović gegenüber den Medien feststellte, sei die gegenwärtige Lage im Lande mehr als ungünstig. Die britische Coronamutation breitet sich fast ungehindert aus. Die neuen Maßnahmen dienten daher vor allem dazu, persönliche Kontakte zwischen den Menschen zu verringern und somit die Ausbreitung des Virus einzuschränken. Gleichzeitig ließ er durchblicken, was wohl auf Serbien zukommt.

„Die strengeren Maßnahmen, die jetzt in Kraft treten, werden uns in dem Sinne helfen, als dass sie die Kontakte verkürzen. Die Frist ist jedoch zu kurz, um signifikante Effekte zu erzielen. So etwas dauert mindestens vierzehn Tage, sofern wir alle zwei Wochen unter solchen Maßnahmen ertragen.

Dann könnten wir die Zahl von derzeit 3.000 Neuinfektionen pro Tag erreichen. Im Idealfall wären wir nach drei Wochen oder einem Monat bei 1.000. Mit Disziplin und der Einhaltung der Maßnahmen ist das nicht unmöglich“, so der Epidemiologe.

Tiodorović bemängelte auch die Halbherzigkeit des bisherigen Vorgehens im Kampf gegen Corona. Die bisherigen Maßnahmen seien ein Kompromiss zwischen der Gesundheit der Menschen und der Wirtschaft gewesen. Party, leichtfertiges Verhalten sowie Trotz gegenüber staatlichen Maßnahmen, wie etwa bei privaten Feiern würden jetzt die Krankheitsstatistiken in die Höhe treiben.

„Diejenigen, welche sich an die Maßnahmen halten, sollten nicht noch mehr leiden. Aber jene, die private Partys abhalten, die Organisatoren, sollten verantwortlich gemacht werden. Die Teilnehmer solcher Veranstaltungen sollte man zu sozial nützlicher Arbeit heranziehen“, erklärte der Professor. Was er darunter versteht, machte er ebenfalls klar.

Denn durchaus mit Wut im Bauch sprach er über die sogenannten Coronaleugner. „Die Leute, die versuchen zu „beweisen“, dass Coroan nicht existiert, wissen nichts. Und sie wissen auch nicht, wie gefährlich diese Krankheit ist. Deshalb würde ich sie in die Krankenhäuser bringen, Sauerstoffflaschen tragen lassen und die Flure reinigen. Gebt Ihnen Schutzanzüge und lassen Sie sie sehen, wie Corona in der Realität aussieht“, erklärte der sichtlich erregte Professor.

Die neuen Maßnahmen müssten auf jeden Fall verlängert werden, um die Situation zu verbessern.

Im April kommen viele nach Serbien

Dabei steht schon das nächste Problem vor der Haustür. Denn für Anfang April werden viele Serben aus dem Ausland erwartet, welche ihre Heimat und ihre Familien besuchen wollen.

„Das katholische Osterfest ist am 4. April und viele Serben werden die Feiertage nutzen, um kurz vorher nach Serbien zu reisen. Besonders besorgniserregend ist, dass viele von ihnen die Fahrt hierher als Fahrt in die Freiheit verstehen, anstatt sich so zu verhalten, wie sie s in Deutschland, Österreich oder der Schweiz tun. Das wird definitiv so sein“, ahnt der Epidemiologe.

„Wir können die Menschen zwar an den Grenzen testen, aber es ist unbedingt notwendig, dass sie sich hier verantwortungsbewusst verhalten“, fügte er zum Abschluss des Interviews hinzu.

Glaubt Ihr, dass die Regierung die Maßnahmen nach Montag weiter verlängern oder gar verschärfen wird? Schreibt uns Eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: mondo.rs

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